State of Decay – Ein moderner Klassiker

Ein moderner Klassiker
  • Grafik
  • Gameplay
  • Wiederspielwert
  • Steuerung
  • Content
1.8

Kurzfassung

State of Decay überzeugt weniger durch die Grafik, sondern mit einem erfrischenden Spielprinzip im altbekannten Zombie-Setting.
Leider wurden viele Möglichkeiten nicht richtig ausgenutzt, so hätten bestimmte Ressourcen wie Benzin mehr Anwendungsmöglichkeiten erhalten können.
Das Gesamtpaket von State of Decay Year One bietet einem Neueinsteiger ein nicht unbedingt Bahnbrechendes Spielkonzept, jedoch eine richtig gute Abwechslung zwischen Action, Feintuning der Gruppe und Arcade. Die Steuerung ist auf der Tastatur bei Standardeinstellungen etwas Mühsam, dafür spielt es sich auf dem Controller sehr intuitiv. Der fehlende Multiplayer ist ein Manko, jedoch bietet das Grundspiel und das Addon Breakdown genügend Dauerbeschäftigung. Für den Preis ist es wirklich sein Geld wert.

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State of Decay ist ein Zombie – Rollenspiel – Shooter von Undead Labs für Xbox und PC. Ich habe Stunden in diesem Spiel verbracht und kann nur sagen, dass ich es wieder tun würde. Unglücklicherweise ist der Wiederspielwert nicht ganz so hoch wie bei manch anderen Spielen. Zombiefans werden das Spiel sicherlich bereits kennen. Für alle anderen gebe ich euch hier eine kurze Zusammenfassung meiner Eindrücke und eine Begründung warum ich meine, dass es mehr solche Spiele geben sollte.

State of Decay

State of Decay

Ein moderner Klassiker
  • Grafik
  • Gameplay
  • Wiederspielwert
  • Steuerung
  • Content
1.8

Kurzfassung

State of Decay überzeugt weniger durch die Grafik, sondern mit einem erfrischenden Spielprinzip im altbekannten Zombie-Setting.
Leider wurden viele Möglichkeiten nicht richtig ausgenutzt, so hätten bestimmte Ressourcen wie Benzin mehr Anwendungsmöglichkeiten erhalten können.
Das Gesamtpaket von State of Decay Year One bietet einem Neueinsteiger ein nicht unbedingt Bahnbrechendes Spielkonzept, jedoch eine richtig gute Abwechslung zwischen Action, Feintuning der Gruppe und Arcade. Die Steuerung ist auf der Tastatur bei Standardeinstellungen etwas Mühsam, dafür spielt es sich auf dem Controller sehr intuitiv. Der fehlende Multiplayer ist ein Manko, jedoch bietet das Grundspiel und das Addon Breakdown genügend Dauerbeschäftigung. Für den Preis ist es wirklich sein Geld wert.

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State of Decay – Grafik

Die Grafik ist für heutige Generationen zwar veraltet, jedoch, dank des zum Teil Comichaften, sehr angenehm anzusehen. Die Zombies sehen Authentisch aus und es gibt keine größeren Fehler in der Darstellung. Die Texturen wirken auf Distanz ein wenig verwaschen, was man allerdings auch nur dann sieht, wenn man wirklich darauf achtet. Mir persönlich gefällt der Grafikstil von State of Decay.

State of Decay – Spielmechanik

Die Spielmechanik von State of Decay ist auf Konsole und auf PC beinahe identisch. Die nachfolgenden Worte richten sich allerdings nach der PC Version, da ich nur diese zur Gänze gespielt habe.

Die Spielmechanik in State of Decay ist simpel, jedoch nicht langweilig gehalten. Häufig wird es als Singleplayer Day-Z betitelt, jedoch spielt es sich von Grund auf anders. Gruppenmanagement, Basen-Bau, Kämpfe und Zeitmanagement. Alles ist simpel gehalten und erklärt sich von selbst. Die verschiedenen Gebäudearten und Mutationen der Zombies sorgen für Abwechslung. Die Steuerung konnte ich sowohl auf der Tastatur und dem Controller testen. Obwohl sich der Fahrzeugkampf mit Tastatur und Maus deutlich angenehmer anfühlte, muss ich generell eher den Controller empfehlen. Da wir eine Zielhilfe besitzen, sind die Shooter-Aspekte nicht ganz so kritisch und durch trainieren des Schießen Skills zielt der Avatar auf maximalstufe beinahe selbstständig auf den Kopf. Trifft aber selbst dann nicht immer. Die Kameraperspektive kann man, je nach Wunsch, auf die third-Person-Ansicht stellen oder man geht in die Ego-Shooter perspektive. Je nachdem was einem besser gefällt.

Gruppenmanagement

State of Decay ist kein typischer Horror survival Shooter wie das kürzlichState of Decay erschienene Zombi oder das allseits beliebte Left 4 Dead (2). Dank des Permadeath, vergleichbar mit dem Hardcoremodus in RPGs, bindet man sich sehr schnell an seine Gruppe. Die Gruppe wird in State of Decay durch Rettungsmissionen aufgefüllt, welche man zufällig erhalten kann. Lilly, unsere Funkerin, berichtet uns aber nicht nur von Überlebenden, sondern hält uns auch über den Basenstatus auf dem laufenden, sagt uns wo gefährliche Horden auftreten und wo Menschen handeln möchten. Da die Gruppe auch eine Moral hat, ist man immer damit beschäftigt irgendetwas zu sammeln. Singt die Moral in State of Decay zu weit, erhält man eine Quest, bei der es meist darum geht ein Gebäude von Zombies, oder wie die Avatare es nennen “Zeds”, zu befreien.. Bei erfolgreichem Abschluss der Quest steigt die Moral des Gruppenmitglieds wieder an und er übernimmt wieder die Wache oder kümmert sich um die verletzten.

Unterschlupf

State of Decay

Unseren ersten Unterschlupf, den wir mitgestalten dürfen, erhalten wir nach den ersten 20 Minuten des Spiels. Das liegt vor allem an dem gut durchdachten Tutorial, welches sich direkt in die Story einreiht und hauptsächlich aus Tooltips besteht. State of Decay überfordert den Spieler nicht sofort mit Horden von Zombies sondern gibt dem Spieler die Gelegenheit, die angesprochenen Tipps auch zu testen. Sofern er Lust hat. Man kann auch einfach an den Zeds vorbei schleichen. Nachdem man seinen ersten Shelter zwangsläufig verlassen hat (Ich Spoiler an dieser Stelle nicht), findet man Unterschlupf in einer Kirche. Hier trifft man Gruppenentscheidungen, erhöht sein Ansehen als Gruppenführer darf nach einigen notwendigen Vorbereitungen bauliche Entscheidungen treffen. Es muss das Schlafzimmer ausgebaut werden, um jedem Mitglied der Gruppe auch einen Platz zum schlafen bieten zu können, damit wir genügend Ausdauer regenerieren; Das “Krankenhaus” muss ausgebaut werden damit Verletzungen geheilt werden können und ein Wachposten muss ausgebaut und besetzt werden. Letzterer sorgt dafür, dass der Unterschlupf nicht überrannt wird. Dazu teilt man einen Teamkollegen zu. Zum Aufrüsten und Betreiben von Räumen benötigen wir Ressourcen. Diese sammeln wir aus umliegenden Häusern und Baustellen oder erhalten sie von anderen Überlebenden als Missionsbelohnung. Diverse Ressourcen werden auch zum herstellen von Minen, Stützpunkten, Medizin, Schalldämpfer und so weiter benötigt. Je höherstufig euer Raum im Unterschlupf ist, desto bessere bzw. mehr Rohstoffe und Produkte könnt ihr produzieren. Im späteren Verlauf der Story sollte man den Unterschlupf auch wechseln.State of Decay Es stehen viele Gebäude zur Verfügung, aus denen man auswählen kann. Allerdings ist es in der Standardedition doch sehr begrenzt, da man nur 2 wirklich große Unterschlüpfe mit genügend Raum für alle wichtigen Produktionsräume hat. Dies ändert sich in der Year one Edition. Dazu später mehr. Der Bau von Räumen, die Erweiterung jener oder die Herstellung von Produkten kostet immer eine gewisse Menge Zeit. Diese läuft allerdings auch offline weiter, sodass man große Projekte starten, das Spiel beenden und in der Zwischenzeit etwas anderes machen kann. Die Ressourcenreduktion bleibt jedoch minimal in dieser Zeit. Spielt man einen Spielstand nach langer Zeit erneut, hat man nur die Menge an Ressourcen verloren, die man in einer (Ingame) Woche nun mal verloren hätte und danach nichts mehr.

Ein sehr schönes Extra ist das Farm Haus. Dieses erlaubt “The Walking Dead” Fans die Story aus diesem Zeitabschnitt der Serie nachzuerleben. Ich fand es sehr praktisch, als ich mich im zweiten Lauf wirklich auf die Geschichte einließ und weniger die Erfahrungen aus dem ersten Spiel und den praktikablen Nutzen entscheiden ließ, sondern mehr darauf geachtet hatte, was Ich gemacht und gebaut hätte. Es war eine recht angenehme Erfahrung.

State of Decay

 

Kampf

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Das Kampfsystem in State of Decay ist genau wie die Spielmechanik. Einfach gehalten. Nun kann man dies zum Vor- oder zum Nachteil zählen. Ich persönlich mag das Kampfsystem mit den erweiterbaren Skills und Spezialisierungen. Je häufiger man im Nahkampf ist, desto mehr Nahkampfpunkte erhält man und kann sich dann einen Boni dazu auswählen. Das gleiche gilt für den Fernkampf. Es ist möglich, sowohl eine Sniperspezialisierung zu haben, aber auch mit Roundhouse-Kicks um sich zu treten. Unglücklicherweise machen gerade zwei bestimmte Nahkampfangriffe so viel aus, dass die anderen einfach irrelevant werden. Man musste einen Charakter, den man neu erhalten hatte, erst einmal skillen. Das heißt, man machte sich mit ihm auf die Suche nach Materialien, zerstörte Zed-Nester oder schoss vom Schießstand. Die vielen verschiedenen Waffen mit diversen Eigenschaften laden zum sammeln und ausprobieren ein und auch die vordefinierten Skills der neuen Gruppenmitglieder, sowie ihre Biographien, dienen maßgeblich dazu, immer mal eine andere Waffe und Spielweise zu testen. Möchten wir heute lieber einen Baseballschläger oder doch lieber die Machete? Das Soldatenkurzschwert? Ach nein, doch lieber den Vorschlaghammer. Leider wird hier sehr sehr viel Potential verschenkt. Dafür sind die Tötungsanimationen durch Spezialattacken ausgesprochen gut gelungen. Ein Kampf macht auch Lärm und hier kommt das Zombieverhalten ins Spiel.

Zombites (Schreibfehler beabsichtigt)

State of Decay

State of Decay bietet dem Spieler einen typischen George A. Romero Zombie. Schlurfend, stöhnend und verdammt stark im dunkeln wandeln sie durch die Stadt. Sie reagieren auf Licht und Geräusche und können nur durch ein schweres Schädel-Hirn-Traume “getötet” werden. Untypisch ist allerdings, dass ein Biss oder eine Verletzung nicht sofort zur Mutation führt, sondern nur in seltenen Fällen eine Infektion auslöst, die mit viel Glück vom Immunsystem und verdammt viel Antibiotika geheilt werden kann. Da wir den Grund für den Ausbruch am Anfang des Spiels nicht kennen, ist es erklärlich, da nie davon ausgegangen wird, dass es ein Virus ist. Ich nehme an, dass es dem Permadeath geschuldet ist, dass diese Funktionalität der Zombie-Krankheit nicht übernommen wurde. Wäre ja auch gemein. Die Spielmodelle der Zombies sind recht flexibel. Man kann ihnen Gliedmaßen abtrennen, ihre Köpfe explodieren lassen oder sie einfach über den Haufen fahren. Dementsprechend ist es nichts für Kinder oder Personen mit schwachen Nerven. Ich empfehle dennoch die ungeschnittene Version zu spielen. Es macht einfach mehr Spaß und wirkt authentischer. Da wir es ja mit “Monstern” zu tun haben und nicht mit “Menschen”, ist das töten dieser Kreaturen in meinen Augen auch nicht wirklich USK Schädigend. Aber das ist ja nur meine Meinung. Die Zombies an sich treten meist in Rudeln auf und sind, je nach gespielter Schwierigkeitsstufe, einzeln eher niedlich als gefährlich. Wobei das nicht ganz stimmt. Das Charakterdesign und vor allem die hervorragende Geräuschkulisse lassen das Stöhnen eines Zombies in einem verlassenen Lagerhaus wirklich gruselig wirken. Obwohl das Spiel auf Jumpscares verzichtet, vermittelt es sehr schön zwei sehr unterschiedliche Formen der Zombies. wenn man sich auf das Spiel einlässt, hat man, gerade in der Nacht, eine sehr düstere und drückende Atmosphäre in der man den Untergang der Menschheit wirklich sehr gut nachfühlen kann. Wenn man sich nicht darauf einlassen möchte, tötet man eben wie im Wahn irgendwelche Kreaturen und freut sich, dass die MG so lustig “plöpp” macht wenn sie leer geschossen ist. Einige Spezialvarianten, wie den Kreischer oder den Fetzer, werden auf State of Decayder Minimap angezeigt. Diese sind meist entweder Teil einer Mission oder spielen bei einem sogenannten “Nest” eine Rolle. Seltener findet man sie auch zufällig beim looten oder erledigen einer Mission. Diese enden dann allerdings auch meistens tödlich.

Die Außenposten

State of Decay

Um in State of Decay zu überleben kann man Außenposten beinahe in jedem Haus, Geschäft oder Lagerhallte der Stadt aufschlagen. Diese können mit Minen versehen werden. Innerhalb der Außenpostengebäude gibt es auch einen Ressourcenschrank, der, wie im Hauptgebäude auch, Waffen, Munition und Medizin lagern kann. Auch seine gesammelten Ressourcen können dort abgeliefert werden, sodass man nicht gezwungen wird, die gesamte Strecke zum Hauptgebäude mehrfach zurückzulegen, wenn man mehrere Rucksäcke mit Material findet. Auch können über das gleiche Funkmenü zum Erbau eines Außenposten Plünderer gerufen werden, die beim Einsammeln helfen.

Abgesehen von der theoretisch strategischen Funktion der Außenposten, gibt es keine weitere Verwendung. Ein dauerhaftes Umziehen der Posten, wie man es bei einem mobilen Unterschlupf für Notsituationen oder zum Plündern bestimmter Gebiete machen würde, ist nicht praktikabel, da viel Ansehen und Material für einen Außenposten drauf geht. In den meisten Fällen bietet das Hauptgebäude auch gerade so viele Möglichkeiten für Außenposten (Die zahl der Außenposten ist in State of Decay durch die Größe des Hauptgebäudes limitiert), dass es genügt um eine relativ sichere Verteidigung des Hauptgebäudes zu bauen.

Autos

State of Decay

Der Grund warum State of Decay als das “GTA mit Zombies” bezeichnet wurde, ist die Auswahl an Fahrzeugen. Natürlich hat man nicht so viele und abgedrehte Fahrzeuge wie in GTA und auch die Steuerung verhält sich deutlich Arkade-lastiger, aber genau das mag ich an den Fahrzeugen. Allerdings haben wir hier ein starkes Balance Problem. Kaum sitzt man in einem Wagen ist man unverwundbar. Nur die “Tanks” also die großen Spezial-Zeds können einen Wagen wirklich aufhalten (und vernichten. – Während man drin sitzt!). Es gibt theoretisch zwar nur eine begrenzte Anzahl an Wagen auf der Map, welche bei Verlust nicht neu spawnen, jedoch kann man sich jederzeit einen neuen Wagen herbei funken, wenn man die Story ein Stück weit gespielt hat. Auch die Reparatur eines Wagens ist mit einer Werkstatt der Stufe 2-3 möglich. Dazu muss das Hauptgebäude allerdings über einen Parkplatz verfügen (Haben die meisten). Im Spiel gibt es die Ressource “Benzin”. Unglücklicherweise benötigt ein Wagen jedoch keins und es wird auch nicht beim fahren Verbraucht. Auf diese Weise hätte man die exzessive Nutzung der Wagen verhindern können. Dies war offensichtlich auch geplant, wie man einigen Dialogen der Charaktere im Spielverlauf entnehmen kann, wurde aber aus mir unbekannten Gründen entfernt. Die Wagen besitzen in der Urversion keinen zusätzlichen Stauraum, jedoch Platz für 2-6 Gruppenmitglieder. Dies ist vor allem bei Escort-Missionen interessant. Mit dem Standalone “Lifeline” wurden den Wagen allerdings Stauplätze gegeben, wodurch sich nun, auch in der Urversion, mehrere Rucksäcke transportieren lassen. Meiner Meinung nach eine sehr angenehme Änderung, da man vor lauter sammeln und Leute retten, ab einem gewissen Punkt, kaum noch dazu kam die Story zu verfolgen und zu genießen. Allerdings wurde auch hier kein Spritverbrauch hinzugefügt.

Story

Viele Kritiker behaupten, dass die Story nicht wirklich vorhanden ist. Nun, der Meinung bin ich nicht. Es ist eher so, dass durch die nicht-lineare Story das Gefühl der Selbstbestimmung mit vermittelt wird. Diesen Kunstgriff kennen wir ja bereits aus anderen Open-World Titeln wie Skyrim oder Assassins Creed. State of Decay jedoch lockt nicht mit Schatztruhen oder Erfahrungspunkten, sondern mit überlebenswichtigem. Materialien sammeln, Medizin besorgen, die Außenposten setzen, das Gelände auskundschaften und marodierende Horden aufhalten, während die Moral immer wieder hoch gezogen werden muss. Das ist meiner Meinung nach eine Verstärkung des “Survival” Feelings. Da es hier hauptsächlich um das Gruppenmanagement geht und weniger um den einzelnen, ist esState of Decay auch logisch, dass man sich erst um die Gruppe als um die Quests kümmert. Was einige der Kritiker offensichtlich verpasst haben ist, dass die Story auf die Charaktere reagiert. Bei einer Besetzung kann man mit einem ehemaligen Soldaten Informationen erhalten, die ein Normalbürger nicht bekommt. Nimmt man diesen Soldaten jedoch mit auf eine Farm und versucht bei einem Familienkrawall für Ordnung zu sorgen, bekommt man nur ruppige Antworten, wohingegen bei der einfühlsamen Farmerstochter die Welt nach unserem Besuch wieder in Ordnung ist. Das erhöht den Wiederspielwert! Die Story an sich werde ich hier nicht spoilern, allerdings schreit das Ende geradezu nach einer Fortsetzung, die es nie geben wird. Da die Charakterbindung nur über den Permadeath und einige wie gerade erwähnt spezielle Elemente in der Story, sind die Charaktere selbst leider meistens etwas flach. Bei der Menge an Charakteren kann man allerdings auch keine vollständige Biografie und Charakter sowie soziale Bindungen schaffen. Das ist schlicht nicht möglich. Es wäre maximal generisch und dann interessiert es nicht ob Tom jetzt bei Ellen steht und sich verabredet oder x beliebiger anderer männlicher Charakter. Und was ist wenn dieser dann stirbt? Endet die Geschichte zwischen den Beiden dort oder nimmt einfach irgendjemand anders seinen Platz ein und es geht weiter? Das ist natürlich nur ein Beispiel. Es entsteht keine Liebesgeschichte. Auch wenn Lilly manchmal sehr merkwürdige Sachen über Funk sagt.

DLC

State of Decay bietet aktuell 2 DLCs welche das Spiel unterschiedlich weit beeinflussen.

State of Decay

Versionen

Es gibt aktuell 4 Versionen von State of Decay.

  1. State of Decay
  2. State of Decay – Breakdown
  3. State of Decay – Lifeline
  4. State of Decay Yosa (Year One Survival Edition)

State of Decay

Das Hauptspiel zu dem auch in den größten Teilen diese Rezession verfasst wurde.

State of Decay – Breakdown

State of Decay Breakdown ist ein Addon im ursprünglichsten aller Formen. Es bietet keinen eigenen Story Modus, verändert kaum etwas an der Welt und Spielmechaniken werden nur wenige implementiert. Eigentlich hätte man es als Stand-Alone Free 2 Play Titel verschenken können. Der Werbeeffekt wäre wohl größer gewesen als die paar Dollar die der Verkauf des Pakets mit sich brachte. Das Addon an sich ist nicht schlecht, jedoch seinen damaligen Preis in meinen Augen nicht wert. Es gab einfach nicht genug neues. Es wurden einige Skills eingefügt und die Basen aus dem Grundspiel wurden zu normalen Gebäuden umgewandelt. Das Hauptziel besteht darin Erfolge abzuschließen um neue Charaktere abholen zu können die, zugegeben, sehr nette Eigenschaften aufweisen. Nachdem man einige Missionen in seinem frei gewähltem Unterschlupf abgeschlossen hat und lustig Material gesammelt hat, muss man seinen Wohnwagen finden, reparieren, auftanken und kann dann ins “nächste Level” oder weitere Erfolge abschließen. Der Unterschied in den Leveln besteht ausschließlich im Schwierigkeitsgrad. Weniger Ressourcen, mehr spezielle Zeds, weniger HP etc. Alles in allem recht nett und für Erfolgssammler bestimmt ein schönes Gimmick, aber für mich eben leider nur das. Ein Gimmick.

State of Decay – Lifeline

Ganz im Gegensatz zu State of Decay Breakdown ist nun State of Decay Lifeline. Hier haben wir es mit einem vollkommen neuen Spiel zu tun. Es gibt eine neue Map, eine neue Story, 40 neue Waffen, einen Siege Mode, Dangerzones, etc.etc. Des weiteren beeinflusst es auch das Grundspiel und State of Decay Breakdown, denn die neuen Waffen und der zusätzliche Platz im Kofferraum der Fahrzeuge ist auch in den vorhergehenden Titeln vorhanden. Sehr praktisch! Die Story selbst bildet sich um eine kleine Gruppe Soldaten, welche in der Stadt Danforth stationiert war. Anders als in den Vorgängerteilen haben wir nur eine Basis und die Karte ist etwas kleiner. Dafür gibt es nun Rampen an denen wir uns glorreich den Karren zerfetzen können. Nein ernsthaft. Fahrt nicht über die Rampen wenn es nicht sein muss. Der Siege Modus, welcher alle paar Tage abgeschlossen werden muss, bringt viel Abwechslung in das Spielgeschehen, solange man keine Spielmechaniken ausnutzt. Es gibt auch wieder Außenposten, die die gleichen Nachteile haben wir vorher. Leider macht State of Decay Lifeline nicht alles besser. Es werden alte Probleme ausgebügelt, neue gemacht und manches einfach ignoriert. Das Spielgefühl an sich verliert leider auch ein wenig an Tiefe, was durch die düstere Umgebung und dem militarisierten Szenario untermauert wird. Dennoch ist es das DLC, das ich mir, im Gegensatz zu Breakdown, als DLC vorstellen kann. Nicht genug um ein neues Spiel zu werden, aber genug um nicht einfach nachgepatcht zu werden. Top. In der heutigen Zeit kaum noch vorstellbar. Die Story hat mehrere Enden, wodurch der Wiederspielwert erhöht wird, aber auch Breakdown und das Grundspiel haben erneut einen Wiederspielwert, denn durch die neuen Waffen und Funktionen, gerade der Kofferraum, ist es sehr erstrebenswert noch einmal sein Abenteuer in der Welt der Postapokalypse zu beginnen.

State of Decay Yosa (Year One Survival Edition)

State of DecayDie Survival Edition von State of Decay Year One ist die “All-in One” Edition von State of Decay. Nicht nur das, es punktet auch mit einer neuen 1080p Auflösung, neuen Animationen, Waffen, Texturen und Shadern. Grafisch ist es eine enorme Verbesserung

State of Decay

zum Vorgängerteil. Auch die Schatteneffekte sind deutlich verbessert worden, wie man in dem Screenshot hier sehen kann. Alle Charaktere können nun auch in Breakdown und State of Decay freigespielt werden. Es ist allerdings nicht empfehlenswert diese Version zu kaufen, wenn man bereits die DLCs besitzt. Lifeline selbst kostet nur 1/3 des Spiels. Wenn es im Sale ist, kann man sicher mal drüber schauen, ob es sich lohnt. Andernfalls ist es eher für jene Gedacht, die das Spiel noch nicht besitzen oder nur das Grundspiel. Aktuell kostet es im Steam Store 29,99€ was 10€ pro Spiel wären. Da ich State of Decay Breakdown nur als einen etwas größeren Patch zu State of Decay sehe, haben wir hier also 1 Spiel und 1 DLC für 30€. Oder 20/10. Oder wie man auch immer rechnen möchte. Die Einzelspiele sind bei Drittanbietern deutlich günstiger, bieten aber nicht die erweiterten Funktionen in den Grundspielen. Leider.

Fazit

State of Decay macht vieles richtig. Einiges aber leider auch falsch. Mich selbst hat es mehrfach zum durchspielen animiert und alleine das macht es für mich schon empfehlenswert. die Balance zwischen Grafik und Performance ist hier sehr schön gelungen. Daher verstehe ich die zum teil negativen Rezensionen auf Steam nicht. Gegebenenfalls liegt hier ein Treiberproblem bei bestimmten Grafikkarten vor. Auf meiner Radeon 68xx funktioniert es jedoch ohne Probleme oder Kantenflimmern. Für welche Version ihr euch entscheidet liegt natürlich bei euch. Das Hauptspiel erhaltet ihr ohne sale bereits für 3,99€ und ist jeden Cent wert. Im sale fällt der Preis gerne mal unter 2€ bis hin zu ein paar Cents. Breakdown ist nur dann empfehlenswert, wenn es nicht mehr als 2€ kostet und Lifeline… nun… Wenn ihr euch wirklich alle Teile holen wollt, dann direkt die YOSE Edition. Unglücklicherweise ist diese teuer und rein preislich ist es ein enormer Unterschied. Besorgt es euch also im Sale, wenn möglich. Oder schaut mal bei Drittanbietern für Steam-Keys denen ihr vertrauen könnt. Ansonsten hatte ich ausgesprochen viel spaß mit dem Spiel und es fesselte mich eine lange Zeit. Das ist für ein Spiel schon eine Aussage  . Wie einige wissen, ist meine Spielzeit normalerweise sehr begrenzt und daher auf mehrere Spiele verteilt. State of Decay ist da sehr zuvorkommend, indem es mir immer wieder Phasen gibt, in denen ich die Entscheidung habe wieder Materialien farmen zu gehen, Rettungsmissionen durchzuführen, ein Stadtviertel zu säubern oder einfach auszuloggen bis mein gewünschtes Gebäude fertig gestellt ist. Traurig ist nur, dass es keinen Multiplayer oder noch besser – Coop für dieses Spiel gibt. Es würde richtig Spaß machen mit einem Mitspieler die Basis aufzubauen und Rekruten auszubilden. Einer läuft los und sammelt, der andere macht … irgendwas anderes.

Gerüchte um State of Decay 2  ranken sich weit, jedoch glaube ich, dass wir hier Lifeline mit gemeint haben. Es bleibt spannend.

Meine Meinung


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