lightinthewild – Eine Blogempfehlung

Abenteuerlust, Überleben und Selbstfindung – lightinthewild

Wenn man drei Worte verwenden müsste um lightinthewild, meinen letzten größeren Webfund (Naja eigentlich hat er es mir quasi auf’s Auge gedrückt^^) zu beschreiben, dann wären es diese drei.

In meinem heutigen Artikel möchte ich eine Empfehlung aussprechen und kurz umreißen, was genau mir an litw gefällt.

Worum geht es?

Bushcraft! Survival! Abenteuer! Emotionen!

lightinthewild ist ein Blog beziehungsweise eine Homepage des… Äh… Okay, hier steht keine Berufsangabe. Lightinthewild wird von Aaron geschrieben und verwaltet. Er behauptet von sich keine Ahnung von Blogs oder Webdesign zu haben. Letzteres darf man Aufgrund des gewählten Hosters annehmen. Ersteres jedoch nicht. In seinen Texten schafft es Aaron, je nach Themengebiet, entweder Wissen zu vermitteln, Emotionen zu erzeugen oder einen Schlicht zum Lächeln zu bringen. Die Erfahrungsberichte wirken authentisch und der Schreibstil ist durchaus sympathisch gehalten. Nicht zu ernst, nicht zu salopp (Außer einem „Ausreißer“ in seinem Tagebuch) und sich selbst nicht zu ernst nehmend.

Der Blog

Man merkt dem Blog an, dass er noch nicht so lange beschrieben wird. Er besteht seit Juni 2015 ust ist somit gerade mal 3 Monate älter als mein eigener Blog.

Man darf sich natürlich nun fragen, wieso ich deutlich mehr Artikel in meinem Blog veröffentlicht habe, jedoch wird der geneigte Leser durchaus schnell von selbst feststellen, lightinthewilddass dies mit der Themenfindung zu tun hat. Mein Blog hat mehr den Charakter eines Tagebuches mit einer Message. Ich schreibe auf, was mich bewegt, was ich schlecht oder gut finde (Wie lightinthewild) oder ich schreibe einfach auf was meiner Meinung nach Wert ist aufgeschrieben zu werden. Ich bin der Chronist meiner eigenen Geschichte. Aaron jedoch hat mit lightinthewild eine Seite erschaffen, die sich ganz konkret um das Thema Bushcraft und noch spezieller um das Thema Survival drehen soll. Solche Themen müssen, wie ich auch aus eigener Erfahrung weiß, gut recherchiert werden, da man im Zweifel durchaus eine gewisse Verantwortung für seine Informationen zu tragen hat. Daher ist ganz besonders hier das Motto „Qualität vor Quantität“ durchaus gerechtfertigt.

Wenn man die Seite lightinthewild das erste Mal ansurfed, wird man sich also erst einmal nicht Stundenlang auf ihr aufhalten können. Das muss man auch nicht, denn der Inhalt ist bisher sehr überzeugend und es macht Spaß Aarons Erfahrungen zu folgen und den ein oder anderen, auch gesellschaftlichen, subtilen Seitenhieb zu lesen.

Der Autor

Der Autor von lightinthewild nennt sich auf seinem Blog „Aaron“. Ob dies nun sein richtiger Name ist oder nur ein Spitzname kann ich nicht sagen. Nachtrag des Chronisten: Ja,es ist sein richtiger Name. Ich nehme allerdings an, dass er im Allgemeinen auch so genannt wird und wenn nicht, nun, dann wird er halt nun im Netz so genannt.Aaron - lightinthewild

Aaron ist, im Gegensatz zu mir, kein theoretischer Survivalist, sondern hat bereits einige recht abenteuerliche Reisen hinter sich. Darunter befindet sich ein 14 tägiger Aufenthalt in der Einöde von Schweden, wobei dies nur die Endetappe einer längeren Reise war.

Während meiner Recherchen und vor allem um die Nutzungserlaubnis der hier verwendeten Bilder zu erhalten, hatte ich Kontakt mit Aaron aufgenommen. Von Chronist zu Chronist gesprochen ist er ein sehr angenehmer Konversationspartner, auch wenn sich das Gespräch aufgrund eines Internetfehlers meinerseits (-.-) sehr in Grenzen gehalten hat.

Sein Survival-Tagebuch und einige andere Kategorien, wie die Wildpflanzen, können auch im Rahmen der Krisenvorsorge helfen. Wenn man nix hat, ist es gut zu wissen wo man’s her bekommt. Gerade dann wenn die unvorbereiteten keine Ahnung haben, dass man beispielsweise Brennnesseln einfach vom Straßenrand Pflücken und essen kann. Mampft ihr mal eure Würmer :)

Eine Sache jedoch stört mich ganz massiv an Aaron. Es treibt mich Quasi zur Weißglut.

Das Survival-Tagebuch

Er hat nämlich mit gerade einmal 17 Jahren das gemacht, auf das ich mich bereits seit einigen Monaten vorbereite. Er war nur mit einem Messer, etwas Schnur und seiner Bekleidung bewaffnet 14 Tage lang im Jahr 2004 in Schweden in der „Wildniss“ unterwegs. Seine Erfahrungen hat er in einem 120 Seiten fassenden Tagebuch fest gehalten, welche er nun kommentiert veröffentlicht.lightinthewild - Survivaltagebuch

Dies ist in dieser Artikelserie aufgelistet. Seine Erfahrungen auf dieser Reise, seine Emotionen, Wünsche, Probleme und Gedanken werden in der Serie hervorragend zur Ausdruck gebracht und erklärt seine Fehler, sofern er welche gemacht hat.

Auch werden einige Grundprinzipien des Überlebens dargestellt. So ist am Anfang des Abenteuers von dem S.T.O.P. und Dreierprinzip die Rede. Das Dreierprinzip ist relativ einfach erklärt, und ich fasse es hier nur einmal kurz auf:

· 3 Minuten ohne Luft

· 3 Stunden ohne Schutz (Wildtiere, extreme Kälte, Nässe)

· 3 Tage ohne Wasser

· 3 Woche ohne Essen

Es handelt sich um eine „Faustregel“ zum Überleben. Nach dem Ablauf jeweils dieser Zeiten kommt es zu den ersten gesundheitlichen Gefährdungen.

Das S:T.O.P. Prinzip bzw. diese Vorgehensweise ist der Grundsatz der Orientierung, das A und O wenn man sich in eine Survivalsituation begeben hat. Die Abkürzung die den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen kann. Und zu finden ist sie hier: :P

Aarons Survivaltagebuch ist kein Leitfaden oder eine Anleitung. Es repräsentiert viel mehr das, was in einem Menschen vor geht wenn er unter eine solche Extremsituation gestellt wird. Man kann nachvollziehen warum er welche Entscheidung traf und nach und nach merkt man, wie die ihm selbst auferlegten Regeln dem Überlebensdrang weichen.

So wollte er sich beispielsweise ursprünglich vegetarisch ernähren, eine Ernährungsform, die ich im Zweifel auch vorziehen würde, hat jedoch bei knapp der Hälfte der Zeit einsehen müssen, dass dies auf Dauer nicht gut geht. Der innere Kampf zwischen Leben und leben lassen ist in seinem Tagebuch fest gehalten und die Anmerkungen zu diesem Punkt zeigen sehr deutlich, wie sehr die primitive Jagd einen Menschen beeinflussen kann. Gerade dieser Teil der Serie hat mich dazu gebracht einen ganzen Artikel über lightinthewild zu schreiben, denn er übermittelt eine starke Botschaft. Ursprünglich wollte ich ihn nur im Rahmen meiner Krisenvorsorge als „abschreckendes Beispiel“ zeigen. Er hatte sich bereits auf diese Tour vorbereitet und war alleine. Selbst da musste er Abstriche machen und seine Regeln etwas dehnen. Nun stellt euch eine Krisensituation vor, in der ihr vollkommen unvorbereitet, ohne notwendiges Wissen mit mehreren Hundert Menschen um eine Kastanie streitet. Keine schöne Idee, nicht?

In dem Beitrag berichtet er, wie er einen Hasen mit einer Schlinge fängt und anschließend verwertet.

Es ist unabhängig ob du, mein lieber Leser, ein Vegetarier, Carnivore oder Normalverbraucher bist. Der Beitrag ist definitiv lesens- und teilenswert, denn die Botschaft ist für alle gleich. Alleine die Tatsache, dass Aaron dieser Spagat zwischen der Vermittlung des Jagderfolgs und dem spürbaren Respekt vor der Natur und dem Leben gelungen ist, verdeutlicht welchen Wert solche Erfahrungen haben können.

PS:

Nein, ich wurde nicht für diesen Artikel bezahlt. Das könnte man auch gar nicht. Dieser Artikel spiegelt, wie alle Artikel in meinem Blog, vor allem eines wieder:

Meine Meinung.


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