VR – Virtuelle Realität für Gamer

VR – Wenn man sich, auch als nicht-Gamer, eine Weile mit dem Thema gaming beschäftigt, kommt man Zwangsläufig an den Punkt an dem man sich fragt: “Was ist Realität”?

(Dieser Artikel soll nicht andeuten, dass VR-Technik (Virtuelle Realität) nur etwas für Gamer ist, sondern, dass ich in diesem Artikel speziell auf die Möglichkeiten für Gamer eingehe.)

Die Realität als solche nehmen wir durch unser Umfeld auf. Speziell über unsere “Sensoren”.

Jedes Signal das unsere Sinne aufnehmen wird im Gehirn umgewandelt und als Erfahrung verbucht. Der Unterschied zwischen den Spielen und der “Realität” liegt also nur in der Fülle und Art der Information die unser Gehirn aufnimmt. Wer den Film Matrix gesehen hat, wird sicherlich wissen worauf ich hinaus möchte. Aber auch Animes wie Sword Art Online und diverse andere, unbekanntere Filme und Submedien beschäftigen sich mit dem Thema virtuelle Realität. Bisher haben wir Spiele nur über den Monitor wahr genommen, doch mit der neuen VR Technologie, welche sicherlich bald für Otto-Normal Gamer bezahlbar sein wird, werden bereits zwei von Fünf Sinnen, nämlich Audio und Visuell, mit in die VR Spiele integriert. Bewegungsabläufe und Mechanismen werden bereits in die VR Technik eingearbeitet und auch die Entwicklung eines Anzuges, der unseren Tastsinn stimulieren soll ist in der Entwicklung. Zugegeben, das ganze ist aktuell noch ziemlich teuer und man darf davon ausgehen, dass auch in Zukunft die Preise für die ausgereifteren Systeme im Bereich heutiger hochwertiger Rennsitzsysteme (Natürlich plus geeigneter Hardware) liegen dürften. Dafür allerdings kann die Spiele dann in einer Realitätstreue erleben, die man so nur in den großen Vorgängern in Freizeitparks kennen lernen konnte.

Gamer haben eine andere Realität

VR Motion Drizzis BlogBereits heute kann man feststellen, dass Gamer eine andere Realität besitzen, als die “Normalos”. Zwar nehmen wir die Dinge nicht anders Wahr als der typische 40-Hours-Worker, allerdings interpretieren wir sie anders. Durch jahrelange Routine ist es einem Gamer (Üblicherweise, das hängt auch von der Art der Spiele ab) möglich Situationen schneller einzuschätzen und sich einen Überblick zu verschaffen. Fehlen Informationen, so ist ein Gamer deutlich schneller in der Lage dies festzustellen und zu beheben, als ein nativer Mensch. (Man beachte bitte das ‘t’ bei nativ). Reaktionszeiten und motorische Fähigkeiten werden nachweislich durch das Spielen von Action-Games geschult. Dadurch sind sie in der Lage instinktiv die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ob sie dann allerdings auch in der Lage sind diese Entscheidungen schnell genug in die Tat umzusetzen ist eine andere Frage.

VR in der Ausbildung

Natürlich möchte ich hier nicht RTL mäßig behaupten, dass alle Gamer konsequent faul, dumm und dick sind. Ich möchte nur sagen, dass es durchaus möglich ist, dass zwar die theoretischen Kenntnisse vorhanden sind, die Übernahme in die Praxis jedoch schlichtweg für die Personen nicht möglich ist. Die VR Technik kann dies ändern. Durch die VR AusbildungPortierung von Spielen in die reale Welt… Nein… So ist das nicht richtig ausgedrückt… – Durch die Simulation der Spiele als Realität ist es möglich, die Optionen für die uns bekannte Realität noch stärker zu erweitern. So hätte man beispielsweise mit einer VR unterstützten Kampfsportsimulation die Möglichkeit Bewegungsabläufe und die eigenen Reflexe in einer unproblematischen Umgebung zu trainieren. Unterstützt durch einen VR Anzug könnten Kampfsportarten die mehr auf Schläge und Tritte, statt auf Griffe ausgelegt sind, durchaus sinnvoll trainiert werden. Kampfsportarten wie Judo, oder die Verteidigung gegen diese Art von Kampfsportarten ist allerdings nicht so ohne weiteres und ohne Partner möglich.

Hier könnte man sich eine geeignete Multiplayersimulation aussuchen, bei der ein virtueller Trainer auf die Bewegungen der Spieler reagiert und Anweisungen gibt. Bis zu einem gewissen Grad ist eine solche Vorgehensweise sicherlich auch durch die verschiedenen Dojos freigegeben.

Eine weitere Möglichkeit die ich persönlich sehe, ist die Berufsausbildung. Mechatroniker könnten mit Hilfe der VR Technologie lernen wie man ein Auto zerlegt und wieder zusammen setzt. Dabei könnten die unterschiedlichsten Typen verwendet werden. Valve legt mit Aperture Robot Repair bereits eine ordentliche Idee dazu vor. Lizenskosten würden zwar anfallen, aber das würden sie bei einer zertifizierten Werkstatt so oder so. Gerade am Anfang der Berufsausbildung würde das einen enormen Vorteil bringen. Aber auch in der IT sehe ich Anwendungsmöglichkeiten. Durch die Einbeziehung von gleich drei Sinnen wäre es einfacher und logischer Möglich den Azubis den “Flow” näher zu bringen oder die Netzwerktechnik zu verdeutlichen.

Eine Netzwerk-Space-Simulation

Ich konnte mir immer sehr gut Vorstellen, dass die Netzwerktechnik ein eine Spacesimulation Marke Freelancer ist. Wieso? Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, daher nur ein kurzes Schaubeispiel:

Eve Online VREin IP-Paket besteht aus mehreren Teilen. Ich gehe hier nur auf drei davon ein. Das wäre die Sourceadress, die Destinationadress und das Datenpaket als solches. Stellen wir uns die beiden Adressen als Jäger und das Datenpaket als Transporter vor. Die beiden Jäger fliegen vor und hinter dem Datenpaket-Transporter und beschützen diesen. Sie wissen wo es hin geht und wie man wieder zurück kommt. Der Transporter als solches hat allerdings keine Navigationsgeräte. Wenn man nun den Jäger mit der Zieladresse abschießt oder seine Systeme “hackt”, sodass er andere Koordinaten erhält, weiß weder der Transporter, nicht die Heimatstation des Transporters, dass die Zielrichtung falsch ist. Nun fliegt dieser Mini-Konvoi los. Durch die Netzwerkkarte in das LAN-Kabel. Dies ist die Handelsrute. Von der Handelsrute springen sie dann im Verteilungssektor des Systems (Nennen wir es mal Fritz.Box-Sirius-13) in ein Jumpgate, welches in andere Systeme geht. Über verschiedene Jupgates landet es dann, dank dem Destinationadress-Jäger in einem Zielsystem, worin es wieder die Handelsrute (Lanverbindung) zur Zielstation nehmen muss. Auftrag erfüllt, und Credits erhalten. Zurück geht es. Die Jäger haben nicht mit bekommen, dass sie ihre Ware, also die Daten, an das falsche Ziel gebracht haben.

Eve-Online Valkyrie unterstützt bereits nativ die Oculus Rift. Wie geil wäre es denn, darauf basierend, ein 3-4 Stunden Spiel zu entwickeln, welches die Netzwerktechnik als solche erklärt und mit Hilfe der VR Einspieler zeigt, wie es richtig dargestellt wird, wenn man einen Netzknoten passiert. Man könnte die Jumpgates ja wie Router aussehen lassen, die über ihre WLAN-Antennen Datenpakete durch die Raumzeit schleudern. Smiley mit geöffnetem Mund

Nützlich könnte es auch im Bereich der Programmierung sein. Workflows könnten einfacher erklärt werden und das gute alte Whiteboard hätte für’s erste ausgedient.

Die Gefahr (?) der VR

Durch die VR-Technik steigt natürlich auch die Gefahr der gut ausgebildeten Terroristen sowie Amokläufer auf Shooter Niveau. Letzteres lässt sich relativ einfach durch VR Krieg? Drizzis BlogGesetzesänderungen und ein wenig Aufmerksamkeit der Familie auf das soziale Umfeld der Kinder in den Griff bekommen. Die Gefahr eines Angriffs durch einen Terroristen, der diesen Angriff bereits mehrere Hundert male in einer Simulation durchgeführt hat, ist jedoch nicht zu unterschätzen. Zwar könnten auch unsere Soldaten mit weiterentwickelter VR Technik einen deutlich erhöhten Trainingsstandard erhalten, indem man beispielsweise in Manövern oder “Biwaks” einfach Feinde erscheinen lässt, jedoch dürfen diese nicht im eigenen Land eingesetzt werden. Außerdem wäre der Angriff bereits durchgeführt, bevor diese Einheiten an der Katastrophenstelle wären. Das ist der einzige Nachteil, den ich an der Entwicklung der VR sehe. Allerdings bezweifle ich, dass sich moderne Terrororganisationen die VR Technik im großen Maße leisten möchten.

 

Die Zukunft

Ich bin hier um euch zu sagen wie die Sache ausgehen wird
Ich bin hier um euch zu sagen wie alles beginnen wird.
Wie es dann weiter geht, das liegt ganz an euch…

Die VR kann großartige Möglichkeiten eröffnen und das zu einem relativ geringen Risiko. Die Forschung beziehungsweise die Verfügbarkeit muss nur weiter erhöht werden. Wenn in einigen Jahren die Anforderungen an die Technik entsprechend niedrig sind und auch No-Name Entwickler Software programmieren können, ist es sehr wahrscheinlich, dass bald neben Rennspielen auch die ersten Fahrschulsimulatoren für den heimischen Bildschi… Für das heimische Laufband auf den Markt kommen. Alles in allem bin ich persönlich stark davon überzeugt, dass die Entwicklung noch weiter gehen wird. So lange, bis die Brille dann komplett unnötig wird und wir wirklich mit Hologrammen arbeiten können. Die Frage ist dann allerdings nur noch: Was ist Realität?

 


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