Menschen Planung Krisenvorsorge Teil 8.5

Menschen sind in erster Linie eines: Eine Gefahr. Ob im Beruf, im privaten Leben oder vor bzw. Während einer Krise.

Im zweiten Teil des Krisenvorsorgethemas “Planung” geht es um Hausgemacht Katastrophen. Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, kann ihn hier finden.

Menschen sind schlecht

Menschen sind von Natur aus erst einmal weder gut noch schlecht. Es gibt genügend Menschen die sich selbst als “gut” einstufen. Leider entspricht das selten der Wahrheit.

Ich möchte an dieser Stelle einen Teil aus dem Baldurs Gate Handbuch zitieren, welches die Charaktereigenschaften in drei mal drei Spalten auflistet.

Gut Neutral Böse
Rechtschaffen Rechtschaffen gut Rechtschaffen Neutral Rechtschaffen böse
Neutral Neutral gut (absolut) Neutral Neutral böse
Chaotisch Chaotisch gut Chaotisch Neutral Chaotisch böse

Rechtschaffen gut:

Menschen mit dieser Gesinnung glauben daran, dass eine geordnete, starke Gesellschaft mit moralisch einwandfrei handelnder Regierung ein besseres Leben für die Mehrheit der Menschen schaffen kann. Wenn die Gesetze befolgt werden und einer dem anderen hilft, wird diese Gesellschaft blühen und gedeihen.
Daher streben rechtschaffen gute Menschen danach, den größten Gewinn für die Menschen zu erzielen und dabei den geringstmöglichen Schaden zu verursachen. Rechtschaffen gute Menschen halten sich an ihr einmal gegebenes Wort.

Neutral gut:

Diese Menschen glauben daran, dass ein Gleichgewicht der Kräfte wichtig ist, aber dass die Bedenken gegenüber den Gesetzen und Chaotentum nicht zwangsläufig die Notwendigkeit des Guten verändern. Da das Universum groß ist und viele Wesen danach streben, dieses Ziel zu erreichen, wird eine strikte Verfolgung des Guten das Gleichgewicht nicht unterwandern, sondern vielleicht sogar erhalten. Wenn die Pflege des Guten ein organisiertes System unterstützt, dann muß dies getan werden. Wenn Gutes nur durch den Umsturz der existierenden sozialen Ordnung entsteht, so sei es… Die soziale Struktur selbst hat keinen angeborenen Wert für diese Menschen.

Chaotisch gut:

Chaotisch gute Menschen sind starke Individualisten, die sich durch Freundlichkeit und Wohlwollen auszeichnen. Sie glauben an die Tugenden des Guten und Rechten, jedoch haben sie nur wenig mit Gesetzen und Richtlinien im Sinn. Sie halten nichts von Leuten, die „ihre Mitbürger drangsalieren und herum kommandieren“. Ihre Handlungen werden von einem moralischen Verständnis geleitet, das allerdings wenn immer mit der übrigen Gesellschaft übereinstimmt.

Rechtschaffen neutral:

Ordnung und Organisation sind von absolut größter Wichtigkeit für diese Menschen. Sie glauben an eine starke, gut organisierte Regierung, egal ob es sich dabei um eine tyrannische Regierung oder eine wohlwollende Demokratie handelt. Gesetze müssen erlassen und befolgt werden. Die Vorteile von Organisation und Reglementierung überwiegen die moralischen Fragen, die durch ihre Handlungen aufgeworfen werden. Ein Eid ist verbindlich, egal welche Folgen dies haben könnte. Ein völlig unparteiischer Friedensrichter oder ein Soldat, der niemals seine Befehle in Frage stellt, sind beste Beispiele für ein rechtschaffen neutrales Verhalten.

(Absolut) Neutral:

Absolut neutrale Menschen glauben an das ultimative Gleichgewicht der Kräfte und sie weigern sich, Handlungen als gut öder böse zu betrachten. Absolut neutrale Charaktere geben ihr Bestes im Bezug auf gut oder böse Kräfte, Gesetz oder Chaotentum keine Partei zu ergreifen. Es ist ihre Pflicht, dafür zu sorgen, dass diese Kräfte ausgeglichen bleiben. Absolut neutrale Charaktere werden oft zu ziemlich seltsamen Zusammenschlüssen gezwungen. In den meisten Fällen schlagen sie sich auf die Seite der Verlierer. Sie wechseln auch schon mal die Seiten, wenn der vorherige Verlierer plötzlich zum Gewinner wird. Ein absolut neutraler Druide schließt sich vielleicht mit einem ansässigen Baron zusammen, um einen Stamm teuflischer Gnolle niederzuschlagen. Just in dem Moment jedoch, in dem die Gnolle sich am Rande der Vernichtung befinden, steigt er aus und schlägt sich auf die andere Seite.

Chaotisch Neutral:

Chaotisch neutrale Charaktere glauben daran, dass es überhaupt keine Ordnung gibt und darin sind auch ihre eigenen Aktivitäten eingeschlossen. Diesem Lebensmotto folgend richten sie sich einfach nach ihrer momentanen Gemütslage. Gut oder böse spielt bei der Entscheidung keine Rolle. Der Umgang mit chaotisch neutralen Charakteren ist äußerst schwierig. Diese Charaktere sind bekannt dafür, dass sie munter und aus unerfindlichen Gründen alles, was sie besitzen, in nur einem Würfelspiel verspielen. Sie sind fast gänzlich unzuverlässig.

Rechtschaffen böse:

Diese Charaktere glauben, dass Struktur und Organisation denjenigen Macht zuspricht, die sie verdient haben. Sie bevorzugen eine klar definierte Hierarchie zwischen Meister und Diener. Wenn jemand aufgrund eines Gesetzes, das dem rechtschaffen bösen Charakter nützt, verletzt ist oder leitet, haben sie Pech gehabt. Rechtschaffen böse Charaktere befolgen die Gesetze aus Angst vor Bestrafung oder aus Stolz über ihre Stärke. Da sie alle Verpflichtungen und Schwüre ehrenhaft einhalten, sind rechtschaffen böse Charaktere sehr vorsichtig, wenn es darum geht, jemandem ihr Wort zu geben. Wenn sie es einmal gegeben haben, so brechen sie es nur dann, wenn sie dies auf rechtlichem Weg, den Gesetzen der Gesellschaft entsprechend, tun können.

Neutral böse:

Neutral böse Charaktere sind in erster Linie auf sich selbst und ihren eigenen Aufstieg bedacht. Sie sind einzig und allein an ihrem persönlichem Fortkommen interessiert. Wenn sie einen schnellen, einfachen Weg finden, einen Profit herauszuschlagen, sei es legal, fragwürdig oder ganz offensichtlich illegal, werden sie diese Chance nutzen. Auch wenn der neutral böse Charakter nicht die „Jeder kämpft für sich selbst“-Haltung der chaotisch bösen Charaktere einnimmt, hat er keinerlei Skrupel, seine Freunde und Kameraden für persönliche Zwecke zu hintergehen. Es ist typisch für ihn, dass er sich an Macht und Geld hält, was ihn äußerst anfällig für Bestechungen macht.

Chaotisch böse:

Chaotisch böse Charaktere werden von ihrem Wunsch nach persönlichem Vorteil und Vergnügen motiviert. Die Starken haben das Recht, zu nehmen, was sie wollen und die Schwachen sind da, um ausgebeutet zu werden. Wenn chaotisch böse Charaktere sich zusammenschließen, sind sie nicht daran interessiert, zusammenzuarbeiten, sondern sich starken Gegnern zu widersetzen. Eine derartige Gruppe kann nur durch einen starken Anführer zusammengehalten werden, der seine Untergebenen mit Nachdruck zum Gehorsam zwingt. Da die Führung auf reiner Macht basiert, wird ein Führer bei den ersten Anzeichen von Schwäche sofort von einem anderen abgelöst, der ihm durch Einsatz jeglicher Mittel seine Macht entreißen kann.

Die meisten werden sich hier bei irgendetwas gutem einordnen. Ich selbst schließe mich da nicht aus. Meiner Selbsteinschätzung nach würde mein Charakter irgendwo zwischen Chaotic good und chaotic neutral angesiedelt sein. Gesetze sind mir ziemlich schnurz wenn es gegen meine Moralvorstellungen geht. Ganz einfach.

Nun mag es stimmen, dass viele sich, teilweise natürlich zu recht, in die gute Spalte eintragen, aber viele viele Menschen fallen eher in die Kategorie böse. Warum? Nicht aus Absicht. Aber achtet mal auf euer Umfeld. Wie viele Menschen achten denn noch darauf wie es anderen (Also Teilen der Gesellschaft die sie direkt beeinflussen) geht? Wie oft wird nur für den Eigenen Vorteil gehandelt? Das fängt schon beim Vordrängeln an der Kasse an, geht über unachtsames Fahrradfahren auf der Straße bis hin zum hinterhältigen Kredithai.

Viele sind auch in kleinem Maßstab einfach nur nicht gut. Und je länger man die Gesellschaft von Außen betrachtet, desto häufiger fällt einem auf wie selten ein (echtes) Lächeln oder eine nette Geste ist. Das finde ich persönlich ein wenig traurig. Jedoch ist es die Welt in der wir leben. Diese maßlose Fehleinschätzung der Menschen allerdings ist der Grund dafür, warum eine Krise von Menschenhand enorme Probleme bereitet.

Der Mensch verursacht seine eigenen Katastrophen

Menschen haben lustige Angewohnheiten. Sie stehen im Stau auf dem Weg ins Fitnessstudio um dort Fahrrad zu fahren. Sie bauen Skihallen in Wüsten, Chemieanlagen in besiedelten Gebieten, Atomkraftwerke in der Nähe von Städten. Kein Wunder also, dass häufiger Probleme und Unfälle vorkommen.

Auch diese müssen bei der Krisenvorsorge bedacht werden. Natürlich muss man sich nun nicht zwangsläufig mit einem Luftschutzbunker und mehreren ABC Schutzanzügen eindecken. Beziehungsweise… Nunja, wer die Möglichkeit hat und in gefährdeten Bereichen wohnt kann dies gerne tun. Es wäre empfehlenswert, aber nicht unbedingt notwendig.

Die meisten Schutzbedürftigen Gegenden haben bereits entsprechende Versorgung vor Ort. Ein Anruf bei der BBK oder teils der örtlichen Feuerwehr kann Aufschluss über bereits vorhandene Luftschutzeinrichtungen bringen. Ein eigener Keller ist zwar immer brauchbar, erfordert jedoch Wartung, Know How und Geldmittel die einem normalen Durchschnittsbürger nicht zur Verfügung stehen.

Wenn man einmal weiß, wo die Einrichtungen für ABC Fälle sind, sollte man sich auch mit den Alarmsignalen auseinander setzen. Zwar gibt es vielerorts keine Sirenen mehr in den Städten, aber die Feuerwehr und Rettungswagen können mit entsprechenden Lautsprechern und Signalgebern ausgerüstet werden.

Deutschland hat kein Bundesweites Signalverzeichnis. Jedes Bundesland ordnet die Signaltöne anders an, was dazu führte, dass der ABC Schutzalarm der Bundeswehr in NRW so klingt wie der Feueralarm mit Gefährdung der Menschen in der Umgebung (Starker Rauch, Übersprung auf benachbarte Häuser möglich) hier in Thüringen.

Ich weiß nicht wie oft ich anfangs aus dem Bett gehechtet bin um meinen Schutzanzug (den ich nicht habe) anzuziehen nur weil irgendwo einer mit ‘ner Kerze gespielt hat. Aber Übung bleibt Übung und was einmal im Kopf ist bekommt man so schnell nicht wieder raus. Und das ist auch gut so.

Vorbereitende Worte

Der Faktor Mensch ist eine der größten Sorgen im Rahmen der Krisenvorsorge. Zwar ist es so, dass in der ersten Zeit einer Krise, egal welcher, die Humanität einen enormen Schub erhält, da viele sich freiwillig für Hilfsbedürftige Einsetzen, jedoch verebbt der Strom dieser Menschen sehr schnell. Spätestens dann, wenn es an die eigenen Ressourcen geht. Die “Flüchtlingskrise” zeigt sehr deutlich wie ich dies meine. Anfangs waren es viele Menschen die in Deutschland wohltätige Arbeit für die Flüchtlinge leisteten, heute jedoch ist es gerade noch ein Bruchteil der ursprünglichen Zahlen. Ich bezweifle auch, dass viele Menschen an Bahnhöfen stehen um die neuen Flüchtlinge Willkommen zu heißen, wie es 2015 in beispielsweise Saalfeld der Fall war.

Gut, da lagen nun einige andere Themen dazwischen wie die sexuellen Übergriffe der Silvesternacht und einige andere unschöne Vorkommnisse und zum Teil auch schlichtweg Hetze, jedoch wären die Hilfsleistungen aus der Bevölkerung auch so schnell wieder verebbt. Immerhin haben die Helfer “Ihren Teil getan”. Sollen andere nun ran.

Nun, diese “anderen” wird es nicht geben. Wer hilft, hilft. Wer nicht hilft, wird auch später nicht helfen. Das ist kein Schichtdienst.

Daher ist es in einer Krisensituation immer schwierig das richtige Maß an Humanität und Misstrauen aufrecht zu erhalten.

Doch dies gilt meist erst dann wenn eine Krise bereits im vollen Gange ist. Was aber unternimmt man gegen Krisen, die erst durch Menschen entstehen? Das gleiche wie bei allen anderen Krisen. Man schätzt die Gefahr ab und bereitet sich, je nach Wahrscheinlichkeit, darauf vor. Im vorhergehenden Artikel beschrieb ich ja bereits wie die Möglichkeitsberechnung für Naturkatastrophen mit Hilfe von Fakten aufgestellt werden kann.

Drizzis Blog Menschen Chemieunfall

Wiki

Unglücklicherweise ist der Mensch ein unbestimmter Faktor und somit eine undefinierbare Gefahr. Chemieunfälle, Explosionen, Lagerbrände, Verkalkulationen in den Vertriebswegen und ja, auch Terrorismus sind Dinge über die man sich Gedanken machen kann.

Leider hängen solche Dinge nie vom Wetter oder der Jahreszeit ab wie bei den Naturkatastrophen. Einzig der Standort kann einen gewissen Schutz bieten. Mitten im Wald, fernab jeglicher Zivilisation besteht durch die meisten Unfälle und Anschläge keine Gefahr.

Jedoch könnte Wildmüllentsorgung dazu führen, dass dein Trinkwasser verdorben wird. Man könnte dich in deiner abgelegenen Behausung leicht überfallen und auch bei Unfällen an denen nur du und keine weiteren Personen beteiligt sind, gibt es Probleme. Wie kommst du zum Krankenhaus? Wie schaffst du es dein Haus weit genug sicher zu machen, wenn du keine Materialien besorgen kannst weil die LKWs nun einmal nicht quer durch den Wald fahren können? Ohne den Schutz der Stadt kann auch Wild zu einem Problem werden. Aber das sind dann ganz persönliche kleine Katastrophen und ich weiche ab.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass nicht einmal dein Standort dich vor dem Faktor Mensch beschützen kann. Er ist zu unvorhersehbar und somit kann man keine Formel, keine richtige Stochastik und erst recht keine Erfahrungswerte nutzen. Allerhöchstens eine Glaskugel Marke Nostredamus und selbst dann wird es schwierig werden von Menschen verursachte Katastrophen vorherzusehen.

Menschen machen Fehler – Wir auch. Die Quellen

Unglücklicherweise kommt es nun nicht zu einer Berechnung im eigentlichen Sinne, sondern mehr zu einer Gefühlsberechnung. Das mag im ersten Moment komisch klingen, hat aber durchaus logische Hintergründe.

Schon vor Urzeiten mussten unsere Vorfahren Gefahren abschätzen und potentielle Probleme in Ihrer Umgebung erkennen bevor sie sich “niederließen”. Sei es nun zum Farmen bei den Kelten oder zum Mittagessen bei den Höhlenmenschen. Diese Vorsicht haben wir nach und nach verlernt, doch die Instinkte die uns mit wachem Auge vor Gefahren warnen können, sind immer noch gegeben. So sollte man sich nie oder nur wenn es nicht anders geht in Regionen oder Umgebungen aufhalten in denen man ein mulmiges Gefühl hat.

In unserer heutigen Zeit ist die Chance von einem Sabelzahntiger angegriffen werden relativ gering. Heute greifen uns Autos an. Vulkanausbrüche sind auch in unseren Breitengeraden relativ selten geworden. Dafür explodieren Chemiefabriken. Das Grundgefühl welches man in seiner Umgebung wahrnimmt und das Bauchgefühl zur aktuellen Lage sollte ca. 1/3 der Einschätzung ausmachen.

Die weiteren zwei Drittel sollte man aus den Nachrichten aus der Umgebung und natürlich National, sowie International, sowie in einem Archiv nachlesen. Welche größeren Probleme traten in den letzten Jahren in der Region auf? Welche Unfälle passierten mit welchen Auswirkungen? Wurde das Grundwasser schon einmal durch menschliches Versagen (Es gibt kein technisches Versagen) verseucht?Drizzis Blog Feuerwehr Pixabay Auch hier kann erneut die Einsatzliste der örtlichen Feuerwehr helfen. Ist eine solche nicht verfügbar, rüstet man sich mit einer Liste von Fragen und geht einfach mal spontan zu einem Feuerwehrfest. Häufig sind dort auch Informationsstände für solcherlei Gegebenheiten aufgestellt. Wenn nicht, fragt einfach einen Mitarbeiter. Diese können euch entweder selbst helfen oder aber kennen die richtige Ansprechperson und können falls nötig einen Kontakt herstellen.

 

Analyse der Umgebung

Nun, wie bereits erwähnt wohne ich in der Nähe eines recht großen Gewerbegebietes, welches nicht nur eine ganze Menge Server und Computer besitzt, sondern auch mit den ein oder anderen Chemikalien und Lacken spielt. Dementsprechend ist die Belastung der Luft und des Wassers im Katastrophenfall bei diesen Einrichtungen deutlich höher als in der Großstadt oder dem Lande.

Bitte beachtet, dass sich die Gefahr in der Nähe von Industriegebieten noch einmal potenziert.

Eine weitere Betrachtung meiner persönlichen Umgebung bringt hervor, dass ich nicht in der Nähe von relevanten Großstädten wohne. Erfurt ist zwar  nur einige Kilometer entfernt, dürfte jedoch kein großes Interesse im Rahmen des Terrors bieten.

Deutschlandweit haben wir aktuell deutliche Probleme in der rechten Szene, aber auch die Linken drehen auf. So brennen Asylheime, Menschen schlagen sich auf offener Straße die Köpfe ein und es fliegen Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper. Wasserwerfer werden (Zum Teil grundlos) gegen Zivilbevölkerung eingesetzt…

Das Alles führt zu erschreckenden Ergebnissen. Zumindest wenn man bedenkt, dass wir in Deutschland leben und nicht in Nordkorea. Meinungsfreiheit und Versammlungsrecht, beides Grundgesetze, werden zum Teil auch hier in Thüringen mit Füßen getreten, während auf der anderen Seite die braune Masse aus den Gullis strömt und ihre Pegida-Landtags-Demos durchziehen.

Alleine schon weil ich ständig wegen diesem Scheiß im Stau stehen muss: FICKT EUCH! Sucht euch’n Job man.

Aber das tut an dieser Stelle nichts zur Sache. Beziehungsweise doch. Denn diese Aggressivität die nicht nur durch die linken und rechten Lager geht, geht nun auch durch die allgemeine Mitte.

Nun aber zu meiner Auflistung.

Gefahr Wahrscheinlichkeit in den nächsten 5 Jahren Wirkungsgrad Bin ich vorbereitet?
Techn. Unfall Elektronik 30% Direkt/Indirekt betroffen Ja
Techn. Unfall Chemie 5% Direkt betroffen Ja
Aufstände 15% Direkt/Indirekt betroffen Ja/Nein
Einfall der Russen in Deutschland 1% Direkt betroffen Kein Mensch kann sich sinnvoll auf sowas vorbereiten oO

Ich habe an dieser Stelle die für mich wahrscheinlichsten Katastrophen einmal als Beispiel genommen. Man darf gerne die russische Invasion durch eine nukleare Katastrophe oder andere sehr bösartige Dinge austauschen. Es diente in diesem Fall tatsächlich nur als Beispiel.

Techn. Unfall Elektronik

Es gibt kein technisches Versagen. Schuld ist immer ein Mensch. Der Ausdruck des technischen Versagens ist durch unser Rechtssystem erstellt und nur deshalb notwendig geworden. Dazu aber später mehr.

Wenn elektronische Geräte brennen, werden deutlich mehr unverträglich und gesundheitsschädliche Stoffe in die Luft gelassen, als es bei einem normalen Brand der Fall wäre. Und selbst das ist schon ordentlich. Wenn ein Serverraum in Flammen aufgeht, darf man davon ausgehen, dass ein Einatmen des Qualms ohne Atemschutz mit Sicherheit kurzfristige und möglicherweise auch langfristige Folgen haben wird.

Zu empfehlen ist also ein Atemschutz. Es muss keine Gasmaske sein. Es reicht auch eine Malremaske für wenig Geld aus dem Baumarkt. Wer sicher gehen will, sollte sich noch fein gewebten Stoff unter die Maske schieben. Achtet aber darauf nicht zu ersticken.

Die Wahrscheinlichkeit ist bei mir in der Nähe eines Gewerbegebietes recht hoch. Durch das Feld kann der Wind sehr einfach den giftigen Rauch in meine Richtung wehen. Liegt das Gewerbegebiet im Osten hat man üblicherweise allerdings relativ wenig zu befürchten, da wir in unserer Zeitzone hauptsächlich Westwind haben.

Techn. Unfall Chemie

Das selbe Vorgehen wie bei den Elektrobränden. Hier ist jedoch eine sofortige Evakuierung notwendig. Sollte dies nicht gehen ist DAUERHAFT ein Atemschutz zu tragen.

Das Grundwasser bzw. Euer nicht gelagertes Trinkwasser sollte regelmäßig untersucht werden. Eine Grundwasservergiftung kann auch Wochen nach einem Brand noch entstehen. Höchste Vorsicht ist hier geboten.

Aufstände

Traurig aber wahr aber die Paranoia und Krisenvorsorge einmal bei Seite gelegt. Ich rechne spätestens im Jahre 2017 nach der Bundestagswahl mit Aufständen französischem Ausmaßes. Brennende Autos, fliegende Steine und mit Sicherheit auch vereinzelte Schüsse. Die Wasserwerfer würden im Dauereinsatz sein. Pegida und die rechte Fraktion ist gerade in unseren Landkreisen sehr präsent und egal wie die Wahl ausgehen wird, zugunsten der AfD oder der sonstigen Parteien, es wird eine hohe Anzahl unzufriedener Bürger im Land geben die ihrem Ärger Luft machen werden.

Polizeiaufgebot mit Aufstandsausrüstung

Polizeiaufgebot mit Aufstandsausrüstung

Wieso habe ich die Gefahr dann nur auf 15% geschätzt?

Wie schon im vorhergehenden Artikel erwähnt wohne ich etwas abseits in einem Dorf, in dem man beim Ortseingangsschild spucken kann und das Ortsausgangsschild trifft. Drastisch formuliert.

Hier gibt es hauptsächlich ältere Menschen und Familien. Die Chance, dass diese zu so roher Gewalt greifen schätze ich persönlich als relativ gering ein. Ich muss zwar zur Arbeit, jedoch werde ich mir für diese Zeit 1-2 Wochen Urlaub aufsparen um etwaigem Ärger aus dem Weg zu gehen. Das ist übrigens auch eine Form der Krisenvorsorge. Frühzeitig das Gebiet verlassen. Wer nicht in einer Krise steckt wird auch nicht in die Bedrängnis kommen sein Leben verteidigen zu müssen. Sei es nun gegen die Menschen oder gegen Mutter Natur.

Einfall der Russen in Deutschland

Halte ich für vergleichsweise unwahrscheinlich. Dieses Thema spiegelt alle Eventualitäten wieder die zwar rein theoretisch eintreten könnten, aber nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit besitzen. Extremfällen kann man in dem Fall sowieso nicht vorbeugen, es sei denn man ist in den U.S.A und verfügt über das notwendige Kleingeld.

Sollten nur kleinere Anschaffungen für einen unwahrscheinlichen Fall benötigt werden um eure Ausrüstung zu ergänzen, so liegt es in eurem Ermessen euch darauf mit vorzubereiten. Stürzt euch aber nicht zu sehr in Unkosten sondern investiert das Geld im Zweifel lieber in einen Rückzugsort um der Katastrophe einfach aus dem Weg zu gehen solange es noch möglich ist.

 

Einschränkung

Wie bereits erwähnt ist das eine sehr subjektive Einschätzung der aktuellen Lage zu langfristigen Voraussagen. Man sollte sich hierhingehend auch einen Kurzzeitplan zurechtlegen in dem alle möglichen kurzfristigen Veränderungen berücksichtigt werden. Die Spannungen mit der Türkei beispielsweise. Ganz gleich was ich persönlich von der aktuellen Regierung dort halte, man darf die Gefahren weder über- noch unterschätzen. Die Deutschen brauchen immer etwas über das sie sich Sorgen machen können, und wenn es ein kleiner dicker Mann mit Gottkomplex ist der auf der anderen Seite der Welt hockt (Kim Jong Un). Dasdarf man bei aller Panikmache nicht vergessen.

Terroranschläge habe ich bewusst nicht mit in diese Liste aufgenommen. Zum einen gibt es wenig was man dagegen tun kann, außer aufmerksam seine Umgebung zu beobachten und vorsichtig zu sein. Man darf sich nicht durch die Vorsicht einschränken lassen, das wäre etwas, was diese… Nunja. Minderwertigen Subjekte möchten.

Fakt ist, wenn man realistisch bleibt und sich langfristig mit den Gefahren auseinander setzt, sich ein wenig um die Umgebung kümmert und für zwei Mark fünfzig mit denkt hat man gute Chancen auch Krisen zu überstehen die der Mensch sich (regional) selbst eingebrockt hat.

 

Im nächsten Artikel machen wir uns einige Gedanken darüber was genau wie nun mit diesen Informationen anfangen sollen. Dieser dürfte allerdings etwas auf sich warten lassen, da nun ein neues Format startet. Lasst euch überraschen. ;)

 

Update:

Das neue Format hat unglücklicherweise gefloppt. Auch hier war der Faktor Mensch der Grund des Übels.


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