Transgender Bathrooms

Transgender Bathrooms. Der neue “Hit” aus den U.S und A. Ja Leute, heute geht es um Toiletten.

So, here’s a thing:

In den USA macht gerade eine Debatte die Runde, die mich persönlich zuerst zum Kopfschütteln animiert hat. Kurz zusammengefasst geht es darum, dass “ Transgender People “, also jene, die sich im falschen Körper beziehungsweise in einem Körper mit falschem Geschlecht fühlen, ein Problem mit öffentlichen Toiletten haben.

Mein erster Gedanke war: Wir schreiben das Jahr 2016. Was haben diese Menschen vorher gemacht?

Nun, ich möchte kurz den Ausdruck auseinander nehmen. Transgender bedeutet in der englischen Sprache, dass man sich im falschen Körper fühlt. Sprich: Man hat einen Penis, fühlt sich jedoch als Frau, oder aber man hat eben keinen, sieht sich selbst allerdings als Mann. Man darf dies nicht unbedingt mit der originalen Übersetzung verwechseln. Menschen, welche sowohl mit einer Gebärmutter als auch mit einem Penis ausgestattet sind, werden üblicherweise genauso betitelt. Da ist die Grenze noch einmal ein wenig verschwommener…

Wie dem auch sei. Der Fall Gavin Grimm macht “momentan” in den USA Schlagzeilen. Vor allem die Politik instrumentalisiert die Probleme der Transsexuellen. Republikaner und Liberale streiten sich ganz offen um die Frage: Welche Toilette darf Mann oder Frau oder Trans denn nun eigentlich nutzen?

Transgender – ich musste lachen

Im ersten Augenblick war die Frage ganz klar zu beantworten: Hast du einen Penis – nutzt du gefälligst die Herrentoilette. Immerhin ist es meistens so, dass Mann unter schreienden Protest aus der Toilette geprügelt wird, wenn er die “falsche” Toilette aufsucht. Das gilt auch für jene, die wie im Fall Gavin Grimm eine Hormontherapie hinter sich haben und entsprechend nur aussehen und sich anhören wie ein Mann, biologisch aber weiterhin eine Frau sind. Frauen nutzen recht häufig die Herrentoilette, gerade dann, wenn sich vor der Damentoilette mal wieder eine Schlange bis zum Ende des Ganges bildet. Sehr ungünstig, gerade in Indien. (Achtung, Wortwitz).

Hier haben wir allerdings schon zwei Auffälligkeiten. Zum einen scheinen Männer keinerlei Problem damit zu haben, dass Frauen die Herrentoilette nutzen (Warum auch?) und zum anderen haben Transgender Herren weniger Probleme ihre, dem “Geschlecht angepasste” Toilette zu verwenden. Ahh, nun gibt es noch weitere Probleme…

Denken wir einmal kurz nach – Transgender Umkleidekabine?

Ich bin ja für die Gleichberechtigung. Der eine oder andere wird das sicherlich bereits gemerkt haben. Dabei geht es nicht nur um die Gleichberechtigung von Frauen UND Männern, sondern auch jene der Homosexuellen. Moment. was haben die damit zu tun?
Ganz einfach. Es wird darüber diskutiert, ob sexuelle Übergriffe in den USA durch die Transgender law (Also, Menschen dürfen die Toilette verwenden für die sie sich geschaffen sehen, unabhängig von ihren körperlichen Merkmalen) steigen würden.

Es wird auch argumentiert, dass die Geschlechter bisher davon ausgehen konnten, dass das gegenteilige Geschlecht in ihren Umkleideräumen und Toiletten nichts zu suchen haben.

Okay, fassen wir das und die Gleichberechtigung einmal zusammen. Warum möchte Mann (oder Frau) nicht, dass das gegenteilige Geschlecht die selbe Umkleidekabine verwendet? (Bei den Toiletten verstehe ich die Klobrillendebatte, aber das ist eine andere Geschichte)

Der Hauptgrund dürfte wohl sein, dass die jeweilige Blöße nicht dem anderen Geschlecht kennbar gemacht wird. warum möchte man das vermeiden? Nun, schlagt mich mit Vorurteilen aber soweit ich das verstanden habe doch hauptsächlich damit die Sitte gewahrt bleibt. Davon einmal abgesehen kann ich mir gut vorstellen wie Kerle da sitzen (Ja, es gibt genug die scheinbar alle Intelligenz verlieren wenn ein paar Brüste vorbeigewackelt kommen) und den Frauen den ganzen Tag beim umkleiden zusehen. Dass dies nicht sonderlich angenehm für die weibliche Bevölkerung sein dürfte, kann sicherlich jeder nachvollziehen. Das hat nichts mit “Prüde” zu tun, sondern schlicht mit Menschlichkeit.

Setzen wir doch einmal in dieses Szenario eine Homosexuelle. Sie wird zwar kaum eine sichtbare Erektion bekommen, doch kann ich mir auch hier einige sehr anzügliche Blicke vorstellen.

Bevor ich nun die meisten meiner Leser in Richtung Pornhub vergraule beende ich dieses Gedankenexperiment und komme zum Punkt.

Der Unterschied, ob ein Transsexueller Mann ( Transgender Male), also Geschlecht Mann, Identifikation Frau,  in der Umkleidekabine sitzt, oder eine Lesbe ist insofern der, dass der Transgender in den meisten Fällen kein wirkliches Interesse am weiblichen Körper haben wird. Höchstens aus Neid. Viele Frauen hätten weniger Probleme damit sich vor ihrem schulen besten Freund umzuziehen, als vor einer homosexuellen Frau. Ja, natürlich kann man den besten Freund nicht mit einer Fremden vergleichen, aber ich hoffe ihr versteht was ich euch damit sagen möchte.

Die Problematik auf den Kern gebracht

Transgender haben es in der Gesellschaft nicht leicht. Man mag nun streiten, ob nun die Transsexuellen, oder die Intersexuellen die größeren Probleme haben. Ich persönlich würde sagen, dass die Intersexuellen erst einmal das größere Problem haben, welches aber Operativ die angenehmeren Möglichkeiten haben. Durch die Verfügbarkeit beider Geschlechter steht dem Intersexuellen die Wahl offen, ob er nun Mann oder Frau sein will. Bei Transsexuellen ist die Option niemals so weitreichend wie beim Transsexuellen. Nicht nach heutigem Wissen der Schulmedizin. Aber ich schweife vom Problem ab.

Ich sehe viele Nachteile wenn Transgender vorgeschrieben wird auf welche Toilette sie zu gehen haben. Abgesehen von der offensichtlichen Problematik der eigenen Identifizierung, (Mann/Frau wird ja immer beim Toilettengang daran erinnert, dass man eben doch nicht im richtigen Körper steckt (Ein Schwein wer einen Wortwitz vermutet) gibt es noch einige weitere Auffälligkeiten.

Wie ist das bei Dates? Selbst wenn der Partner, Gegenüber, Schwarm, wasauchimmer von der Transsexualität weiß und auch weiß welches Geschlecht im Personalausweis verzeichnet ist, so ist es sicherlich ein sehr merkwürdiger Anblick für alle Anwesenden im Restaurant, Kino, Freizeitpark, woauchimmer, wenn die “scharfe Blondine” aufs Männerklo verschwindet. Ich kann mir vorstellen, dass das für den Partner unangenehm ist.

Andererseits verstehe ich auch die Gefahr, welche dahinter steckt. Ich meine hier jedoch nicht jene, die vor dem Transgender auf der Damentoilette ausgeht. Eher vor dem Perversling mit Perücke auf der Damentoilette. Durch die Durchsetzung dieses Gesetzes könnte sich jeder zunächst einmal ohne weiteres Zutritt zur Damentoilette beschaffen… Welches an und für sich auch im jetzigen Moment kein Problem darstellt. Die sind ja meistens nicht abgeschlossen. Aber die Achtsamkeit der Besucher wird nachlassen.

Auf der anderen Seite sind die Kabinen konsequent abschließbar und von vier Pressspanplatten umgeben. Ob nun Transgender oder nicht, wer da durch will macht krach… Zumal sie Blickdicht sind.

 

Zusammengefasst – was halte ich davon?

Die Diskussion als solche ist notwendig und wichtig. Auch hier in Deutschland sollte man sich unter Umständen einmal genauer mit dem Thema befassen. In den USA ist es aktuell allerdings nur ein Mittel zum Zweck. Man will mit allem möglichen Wähler gewinnen. Warum nicht auch mit solchen Methoden. Ich halte es für schwachsinnig spezielle Toiletten und Umkleideräume für Transgender einzuführen. Da würden die Kosten den Nutzen doch massiv übersteigen. Allerdings sollte man sich eine allgemein gültige und vor allem faire Lösung für diese Geschichte überlegen. Da bisher noch keine lauteren Schreie nach einer “Gleichberechtigung” auf dieser Ebene erfolgt sind, kann man unter Umständen davon ausgehen, dass das Problem nicht so schwerwiegend ist wie man vielleicht vermuten möchte. Oder die Stimmen derjenigen die es betrifft sind zu leise und zu wenige…

Meine Meinung.


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