Waffen Krisenvorsorge Teil 6

Gerade auf U.S – Amerikanischen Prepperseiten liest man sehr häufig, dass zu jeder Krise auch eine bestimmte Menge und Art der Waffen gehört. Ich selbst vertrete diese Meinung ebenfalls, auch wenn es mir dabei nicht um Schrotflinten, Gewehre und andere Schusswaffen der Marke Rambo geht. In diesem Artikel möchte ich euch ein gesundes Mindestmaß der nützlichen Waffen in Krisenzeiten, sowie meinen persönlichen Eindruck derer mit geben.

Einige Gedanken zum Thema Waffen in einer Krise

Heute kommen wir an einem Punkt an, bei dem sich mir ein wenig die Haare sträuben.

Ich habe lange überlegt, ob es Sinn macht diesen Artikel zu schreiben und zu veröffentlichen, jedoch bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es Sinnvoll ist sich ein wenig darüber auszulassen.

In diesem Teil der Krisenvorsorge soll es um das Thema Waffen gehen. Warum? Sollte man in einer Krise denn nicht zusammen halten und gemeinsam auf Rettung warten?

Ja natürlich. Die Menschlichkeit sollte in- und außerhalb einer Krise immer im Vordergrund stehen. Manchmal ist es allerdings notwendig eine Waffe bei sich zu tragen. Gerade in Hinblick auf die nachfolgenden Teile der Serie “Auf der Flucht” und “Der Fluchtrucksack” ist es sehr wichtig diese Themen angesprochen zu haben.

 

Welche Waffen brauche ich?

 

Vorwort und Analyse der Situation

Die Beantwortung der Frage welche Waffen man benötigt ist, wieder einmal, ein wenig schwammig zu formulieren. Es hängt auch hier von einigen Faktoren ab.

Im Kern muss man sich zunächst die folgenden Fragen beantworten:

  • Wie groß ist die Gefahr von Plünderern in meiner Umgebung?
  • Habe ich eine Gruppe oder bin ich Teil einer solchen?
  • Wie lebe ich? Haus? Wohnung? Apartment-Wohnung?
  • Wie ist meine Umgebung und wie würde sie in einer Krise aussehen? Gibt es Wälder? Tiere?
  • Bis zu welcher Krise möchte ich mich vorbereiten?

Gerade der letzte Punkt ist in meinen Augen enorm wichtig. Viele bereiten sich zwar allgemein auf eine Krise vor, jedoch nur bis zu einer bestimmten Stufe. Das liegt hauptsächlich daran, dass einige Krisen bereits durch die Vorbereitungen auf eine andere abgedeckt sind. Andererseits gibt es auch Krisen auf die man sich schlicht, mit normalen Mitteln, nicht vorbereiten kann. Die Vorbereitung auf einen Atomschlag würde Kosten verursachen, die ein Normalverdiener nicht stemmen könnte. Hier müsste akut in einer Gruppe Krisenvorsorge betrieben werden, da diese auch die Möglichkeit hat die finanzielle Belastung zu stemmen. Denkt man einen Schritt weiter und nimmt an, dass der Luftwaffenstützpunkt Ramstein seine 130 Nuklearsprengköpfe 2007 nicht weg geräumt hat und dieser Ziel eines Raketenangriffs wird. Die Sprengköpfe explodieren und neben der nuklearen Explosion und Verseuchung werden Erdbeben ausgelöst. Die Anliegende Vulkaneifel wird wieder aktiv und bricht an vielen Stellen aus. Die Folge – Nukleare Eiszeit. Wie soll man sich auf so etwas vorbereiten? Einen Luftschutzbunker kann man in einer Gruppe mit Paranoia wirklich anlegen, aber nukleare Winter sind kalt. Das gleiche Szenario könnte man sich im Übrigen auch mit dem größten Vulkan der Welt vorstellen, dem Yellowstone Nationalpark. Vor einer solchen lang anhaltenden Katastrophe kann man sich nicht vorbereiten. hier müsste der Staat oder Unternehmen, wie in Fallout, aktiv werden.

Wie dem auch sei. Diese kleine Exkursion in die “Was-wäre-wenn” Kategorie erlaubt mir, den letzten Punkt etwas deutlicher zu machen. Wie auch JennyGER, wenn auch salopp, beschreibt (Nu hab’ ich mich schon wieder in einem fremden Blog verlesen. Wo war ich? Ach ja…), ist eine Krise auch in kleinen Ausmaßen schlimm genug. Da muss man aber nicht gleich mit einem Schrotgewehr ankommen.

Fakt ist: Die Wahl der Waffen ist darauf beschränkt welche Motive man damit verfolgen möchte!

Bevor man nun also ins nächste Sportwaffengeschäft geht und sich erst einmal mit teuren (und dazu ohne Waffenschein meist illegalen) eindeckt, sollte man sich folgende Frage stellen:

Bin ich bereit für mein eigenes Überleben ein anderes Menschenleben auszulöschen?

Sollte deine Antwort nun “Ja!” gelautet haben, dann empfehle ich dir eine Dose Pfefferspray. Damit der Stil stimmt, meinetwegen auch eine Hundeabwehr-“Knarre” auf Pfefferspray Basis.

Es ist so, dass sich die Bereitschaft zur Gewalt im Falle einer Krise zwangsläufig potenziert. Gerade dann, wenn Freunde und Familie in Gefahr sind. Nun ist es allerdings so, dass auch andere Menschen in deinem Gebiet sein könnten, die um das Überleben bangen und sich gegebenenfalls in einer weitaus schlimmeren Situation befinden als du. Ein klarer Grundsatz: In einer Krise sollten Waffen ausschließlich zur Abschreckung, maximal zur nicht tödlichen Verletzung verwendet werden. Dem Verletzten ist im Anschluss natürlich Erste Hilfe zu leisten!

Überlege dir also genau ob du deiner Gruppe unfreiwillig ein fremdes Mitglied hinzufügen möchtest, nur weil du mit einer Handfeuerwaffe angeben wolltest.

 

Nahrung

 

Ein ganz anderes Thema ist die Jagd. Wenn sich in deiner Umgebung ein Waldgebiet, Feld, Gebirge oder viel freie Nutzfläche befindet, kann es sein, dass sich bei lang anhaltenden Krisen in deinem Gebiet Wildtiere ansiedeln oder auf der Suche nach Nahrung durch deinen Garten stromern. In diesem Fall kann eine ballistische Waffe deinem Nahrungsvorrat aufstocken. Allerdings gibt es einige Grundsätze, die man bei der Jagd auf Wild beachten sollte.

  1. Der Notstand sollte ausgerufen werden.
  2. Die Krise dauert bereits länger als 30 Tage oder es ist absehbar, dass innerhalb der Verbrauchszeit deiner Nahrungsreserven keine Rettung oder Evakuierung erfolgen kann.
    Anmerkung des Chronisten: Ernsthaft, ich bin ein unglaublich tierlieber Mensch und bringe es kaum über’s Herz ohne Not eine Maus zu erschlagen die in einer Mausefalle fest hängt. Wenn ich also jemanden erwische, der ohne Not ein Tier quält oder zum Spaß auf seinem Grundstück Tiere abknallt, kann damit rechnen seine Waffen einzeln aus seinem Rektum ziehen zu müssen!
  3. Ihr wisst eure Waffen zu benutzen. Es bringt niemandem was wenn ihr ein Reh mit einer Armbrust erlegen wollt, ihr es aber nicht richtig trefft und es irgendwo im Wald verblutet.

Wenn ihr also eine ballistische Waffe bedienen wollt, lernt im Vorfeld damit umzugehen. Lernt ihre Stärken und Schwächen kennen und lernt so auch die euren.

Üblicherweise werdet ihr aber, wenn ihr nicht genügend Proviant habt, eher auf die Kreaturen zurückgreifen müssen, die der normalen “Couchpotato” in der Nahrungskette am ehesten untergeordnet sind. Insekten.

 

Verteidigung – Wild

Unglücklicherweise ist es in fast allen Krisenthemen so, dass der wahrscheinlichste Fall der ungünstigste für euch ist. So auch beim Thema Wild. Bevor euch ein saftiges Wildschwein oderfull-moon-948567_640(1) ein Reh im Vorgarten über den Weg läuft, werden sich andere Raubtiere bei euch herumtreiben. Am wahrscheinlichsten werden das verwilderte Hunde sein, deren Herrchen verstorben sind oder bereits evakuiert wurden. Aber auch andere für dich gefährliche Tiere sind, je nach Lage deines Standortes, denkbar. Dazu gehören in Deutschland vor allem Wölfe und (Kein Raubtier als solches) Wildschweine. In Manchen Regionen ist auch der Besuch von wilden Großkatzen zu vermuten, auch wenn der Luchs sich üblicherweise nicht in die Nähe von Menschen wagt.

Zur Abwehr dieser Art von Bedrohung ist tatsächlich Pfefferspray oder Elektroschocker zu empfehlen. Der Nachteil: Bei beiden Varianten kann man nur von einer bestimmten Einsatzzahl ausgehen. Elektroschocker schaffen mit einer Aufladung vielleicht 1-2 Stromstöße. Danach muss der Akku wieder neu aufgeladen werden oder es müssen neue, kostbare, Batterien eingesetzt werden, die ihr für andere Dinge viel nötiger braucht. Pfefferspray ist zwar günstig, im Falle einer langen Krise aber auch nur begrenzt verfügbar.

Egal ob nun Wolf, Luchs oder Wildschwein. Üblicherweise verlieren diese Tiere sehr schnell das Interesse an eurem Gebiet, wenn ihr im Haus bleibt und die Nahrung sicher verstaut. Solltet ihr raus müssen, so wird eine der ballistischen Waffen in der Auflistung unten zur Kategorie “Jagd” eine Hilfe sein, oder aber ihr verwendet euer Messer / Werkzeug im Fall eines Angriffs. Pfefferspray sollte ausschließlich bei Erkundungen und Evakuierungen mit genommen werden, da die Aufladungen, wie bereits erwähnt, begrenzt sind.

 

Verteidigung – Menschen

Waffen dieser Kategorie dienen ausschließlich zur Verteidigung gegen menschliche Plünderer oder Aggressoren.  Es empfiehlt sich nicht blind alles anzugreifen was sich bewegt, auch oder gerade wenn man mit schicken Waffen protzen kann. Menschlichkeit muss im Krisenfall oberste Priorität haben. Skepsis ist gut und wichtig, aber wenn jemand akute Hilfe benötigt, muss ihm geholfen werden. Nicht nur aus Menschlichkeit, sondern auch aus egoistischer Perspektive. Der Neuankömmling könnte ein Handwerker oder Arzt sein und dich und eure Gruppe somit Unterstützen. Vielleicht ist er aber auch ein Soldat, welcher die Möglichkeit und Informationen zu einem gesicherten Unterschlupf hat.

Zur Erstabwehr reicht es normalerweise aus lange Nägel, auch Krähenfüße genannt, unter die Teppiche im Eingangsbereich und unter Teppiche am Fenster zu legen. Selbst wenn der Aggressor Kampfstiefel tragen würde, würdet ihr seinen Schrei hören. Verfahrt mit ihm dann wie ihr möchtet, bedenkt jedoch, dass ihr euch nach der Krise dafür verantworten müsst. Immer. wenn nicht vor Gericht, dann vor eurem Gewissen. Eine weitere Möglichkeit wären Tränengasfallen. Diese funktionieren allerdings auch nur einmalig und müssen dann nachgefüllt werden.

Was ist aber nun, wenn Aggressoren schweres Geschütz auffahren oder selber Waffen wie Pistolen, Gewehre oder im schlimmsten Fall vollautomatische Waffen haben?

Da ich meinen Blog für Deutschland schreibe – und somit die deutschen Gesetze gelten, wird es für den Normalverbraucher schwierig werden an solche Waffen heran zu kommen. Wir sind ja nicht in den U.S.A. Dort kann man Schrotflinten im Wall-Mart kaufen… DA hätte ich richtig Panik. Nicht vor der Krise sondern vor den Menschen.

“Aber Kriminelle werden trotzdem ran kommen.”

Das ist richtig. Aber es hat seinen Grund, wieso ich immer wieder betone, dass man vor dem Gesetz eine saubere Weste haben sollte, wenn es zum Krisenfall kommt. Menschen mit Vorstrafen, gerade die wegen illegalem Waffenbesitz, werden zum einen als erste geplündert und zum anderen sehr schnell von der Bildfläche verschwinden. Sie werden als unwichtig erachtet und einfach links liegen gelassen. Im Fall einer lang anhaltenden Krise werden diese kriminellen Individuen der Gesellschaft entweder in ihren Zellen verrotten, oder sterben sehr schnell, da sie sich keiner Gruppe anschließen können. Sollte dennoch Aggressoren mit schweren Waffen gegen euch vorgehen gebe ich zu, dass ihr ein Problem habt. Das hättet ihr allerdings auch mit einer der Vollautomatischen Waffen oder einem Gewehr. Diese Elemente der Gesellschaft sind üblicherweise mit dem Umgang ihrer Waffen vertraut wohingegen du vielleicht ein paar Stunden auf dem Schießstand vorweisen kannst. Stell dir das nicht zu einfach vor. Es ist nicht wie in Filmen in denen man frei zielt, kurz danach abdrückt und ein bewegliches Ziel, im Zweifel hinter einer Deckung zu treffen. Sollten tatsächlich schwere Waffen abgefeuert werden, dann lauft was das Zeug hält. Für diesen Fall gibt es immerhin den Fluchtrucksack.

Schusswaffen im Allgemeinen (bis auf die Ausnahmen) fallen nun also raus, da man spezielle Waffenscheine für sie benötigt um sie legal besitzen zu dürfen. Was bleibt dann also noch? Eine ganze Menge!

 

Die wichtigsten Waffen

Die wichtigsten Waffen im Kampf ums Überleben in einer lang anhaltenden Krise, sowie auch im normalen Leben sind dein Körper, dein Können und dein Wissen.

Das mag Klischeehaft klingen und es mag auch ein wenig so sein. Das macht die Tatsache aber nicht weniger wahr. Die mächtigste Waffe die der Mensch besitzt wurde ihm von der Natur gegeben. Sein Körper und sein Geist. Natürlich kann man nicht mental eine ganze  Stadt in die Luft jagen (Wäre ja schrecklich wenn dem so wäre) aber der Geist weiß, dass man besser nicht in verstrahltes Gebiet geht. Wenn man sich in einem befindet, sollte man versuchen dieses zu verlassen. Klar oder? Ein Huhn weiß das nicht. Ein Hund weiß das nicht und auch ein Leguan weiß das nicht.

Unser Körper ist, sofern er trainiert ist, in der Lage unser wichtigstes Werkzeug und unsere stärkste Waffe. Trainiert also den Umgang mit ihm genauso häufig oder noch häufiger, wie mit euren anderen Werkzeugen und Waffen.

Nun aber weg vom Metaphorischem hin zu den aktuellen Empfehlungen. Nachfolgend ist nun ein Liste von Waffen, die für den Einsatz in einer lang anhaltenden Krise sinnvoll scheinen.

 

  1. Pistolen-Armbrust

    Pistolen-Armbrust

    Die Pistolen-Armbrust als solche ist deutlich kleiner und handlicher als ihr großes Vorgängermodell. Dies hat allerdings den Nachteil, dass sie auch deutlich weniger Durchschlagskraft besitzt und somit an Zielgenauigkeit und Reichweite einbüßt. Effektiv ist eine sind solche Waffen für diejenigen Gedacht, die eine günstige Möglichkeit suchen sich abzusichern, aber nicht auf die Jagd oder ähnliches gehen möchten. Für den Fluchtrucksack im allgemeinen wäre sie nicht zu empfehlen, da viele Krisen nicht lange genug andauern um wirklich eine Waffe zu benötigen. Bedenkt, dass das Führen dieser Waffe in der Öffentlichkeit im Normalfall verboten ist. Ihr wollt sicher nicht am Evakuierungspunkt zurückgelassen werden, weil die Menschen Angst vor euch haben. Bei lang anhaltenden Krisen ist die Pistolen-Armbrust allerdings ideal um sie zum Schutz mitzunehmen, wenn man, warum auch immer, das Haus verlassen muss.

  2. Die Armbrust

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    Die Armbrust ist der große Bruder der handlichen Handarmbrust. Je nach Modell ist es möglich, eine enorme Spannung und somit Reichweite und Durchschlagskraft aufzubauen. Des weiteren ist die Armbrust durch ihre Schulterauflage (sofern vorhanden) und die Möglichkeit des einstellbaren Visiers ausgesprochen Zielgenau. Selbst Windböen können dem Bolzen auf kurze Distanzen nichts anhaben. Für den mobilen Einsatz ist die Armbrust allerdings zu schwer und zu unhandlich. Des Weiteren benötigt man eine gewisse Zeit und Kraft um einen neuen Bolzen aufzulegen. Es gibt zwar Spannhilfen, allerdings sind diese ein weiterer Ausrüstungsgegenstand, welchen man mit schleppen müsste den man allerdings auch für anderes verwenden könnte. Ähnlich wie bei der Handarmbrust muss diese nicht zur Lagerung entspannt werden. Durch die enorme Zielgenauigkeit und des optionalen Visiers ist die Armbrust optimal für Laien geeignet, welche meinen innerhalb ihrer vier Wände eine Waffe zu benötigen um aus dem Fenster heraus eventuelle Angreifer oder Wild erlegen zu können.

  3. Der Bogen

    Der Recurve-Bogen

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    Der Bogen, hier das Modell “Recurve” ist mit der Schleuder die älteste ballistische Waffe und eignet sich ganz ausgezeichnet zur Jagd und Verteidigung auf Distanz. Der Recurve-Bogen oder ein Vertreter der Langbögen hat, je nach Spannung und Wurfarm, eine deutlich höhere Durchschlagskraft als die Handarmbrust und eine etwas höhere Durchschlagskraft und Reichweite als die normale Armbrust. Allerdings ist der Recurve-Bogen nicht für Anfänger geeignet. Es dauert eine Weile, bis man auf 10 Meter Entfernung ein Ziel zuverlässig trifft und noch länger, wenn sich dieses Ziel bewegt. Der Bogen muss zur Lagerung entspannt werden, da sich ansonsten die Wurfarme verformen und der Bogen somit nutzlos wird.

    Der Compound-Bogen

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    Der Compound-Bogen hat, im Vergleich zu den anderen Waffengattungen, ähnliche Vor und Nachteile wie der Recurve-Bogen. Auch er muss trainiert werden, damit man zuverlässig ein Ziel trifft und auch er hat eine deutlich höhere Durchschlagskraft als die Handarmbrust. Allerdings ist der Kraftaufwand den man benötigt ihn zu spannen deutlich geringer als bei der Armbrust oder dem Recurve-Bogen. Durch die Rollen und Winkel ist es möglich, mit 20 Pfund Zug ca. 60 Pfund Kraft auf die Sehne zu bringen. Demnach eignet sich der Compound-Bogen hervorragend für Menschen mit etwas schwächeren Armen. Der Compoundbogen muss/darf nicht zur Lagerung entspannt werden!

  4. Das Luftgewehr

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    Das Luftgewehr ist … nun sagen wir ein schwieriger Kandidat. Auf Privatbesitz ist diese Schusswaffe nur begrenzt nutzbar, da keine Kugel, in keinem Fall das Grundstück verlassen darf. Auch nicht wenn man im 45° Winken mit dem Wind nach oben schießt. Die Durchschlagskraft und Reichweite des Luftgewehrs ist minimal und eher für Sportschützen geeignet. Die Munition ist allerdings sehr günstig und weit verbreitet. Wenn man also in einer Krise eine Taube vom Dach holen möchte, bitte. An und für sich ist das Luftgewehr dann Sinnvoll, wenn man es bereits im Besitz hat. Ein Kauf extra zur Krisenvorbereitung ist in meinen Augen sinnlos, da eine Handarmbrust zum gleichen oder niedrigeren Preis mehr Nutzen erzielt.

  5. Pfefferspray

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    Pfefferspray oder Tier-Abwehrspray eignet sich hervorragend um sich einem Angreifer zu entledigen. Normalerweise muss man Aggressoren nicht aus der Distanz aus angreifen, sondern bemerkt negative Absichten erst aus 1-2 Metern Entfernung. Da helfen ballistische Waffen nicht wirklich. Eine Ladung Pfefferspray in den Augen und schon liegen Angreifer oder Wildtier ohne weitere Verletzungen flach. Ihr habt keinen Verwundeten den ihr aufnehmen müsst / solltet.

  6. Elektroschocker

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/da/Taser_Stoper_C-2_img_2864.jpg
    Äääh, Nein. Einfach nur Nein. Es ist zwar in der Theorie eine „gute“ Sache und gerade für Frauen eine sehr schnelle Methode sich eventuelle Angreifer vom Hals zu halten, allerdings schafft der kleine Akku oder die Batterien das nur ein bis zwei mal pro Aufladung. Dann ist Schluss. Ohne Stromanschluss ist der Kram wirkungslos und selbst wenn ihr die Möglichkeit zum nachladen habt, ist es sinnvoller diese effektiver zu nutzen. Beispielsweise zum abkochen von Wasser, aufladen der Lampenakkus, etc.

  7. Schlagstöcke / Teleskopschlagstöcke

    Security_baton
    Wenig sinnig in meinen Augen. Ja, natürlich kann man sich so ein Gerät kaufen aber das Brecheisen aus der Kategorie Werkzeuge hat den selben Effekt. Außerdem ist das führen dieser speziellen Schlagstöcke in Deutschland verboten.

  8. Die Schleuder

    Slingshot_(weapon)
    Einmal wie David gegen einen Angreifer oder ein Wildtier vorgehen. Klingt romantisch. Ist es auch. Denn in der Realität benötigt man einiges an Übung und Geschick zum (tödlichen) Abschuss einer Kugel oder eines Steins. Dabei wird zum Teil eben soviel Kraft zum spannen der Schleuder benötigt wie beim Bogen, allerdings fehlt sowohl ein Visier als auch die Treffsicherheit eines Pfeils.

  9. Alle Arten an Nahkampfwaffen

    Waffen

    Ich gebe zu, dass ich selbst ein sehr großer Fan von Messern und Schwertern aller Art bin. Allerdings bin ich mir durchaus dessen bewusst, dass die meisten Messer für akzeptable Preise eher minderer Qualität sind. Daher achtet darauf, welchen Stahl ihr verwendet und geht bei allen Hieb und Stichwaffen auf die Bedürfnisse des Stahls ein. 440ger Rostfreier Stahl ist zwar recht resistent, aber eben doch von minderer Qualität und häufig bei Amazon oder Ebay im Niedrigpreis-Segment zu finden. Zum Thema Messer werde ich später allerdings noch einen Blog Artikel verfassen.

Fazit

Waffen sind im Krisenfall zwar nützlich, in den meisten Fällen allerdings nicht sonderlich Wirkungsvoll. Allgemein kann man jeden Gegenstand als Waffe verwenden (logisch). Man sollte sich nur die Fragen stellen:

  • Sind diese Waffen außerhalb eines Krisenfalls legal?
  • Habe ich einen Mehrwert davon?
  • Kann ich sie für andere Dinge als zum töten oder verwunden von Menschen verwenden?
  • Ist sie wirklich notwendig (leider meistens ja)
  • Kann ich sie mit auf die Flucht nehmen?
  • Wie schwer und handlich ist sie?
  • Wie sieht es, wenn notwendig, mit der Munition aus? Komme ich an ausreichend neue wenn die Geschäfte schließen? Kann ich verschossene Projektile erneut verwenden?

Solltet ihr Interesse am Bogenschießen haben oder generell eine der angegebenen Waffen als Hobby in Betracht ziehen, kann es sich durchaus lohnen eine solche im Krisenfall im Haus zu haben. Andernfalls rate ich dazu sich das Geld zu sparen und gegebenenfalls lieber ein qualitativ hochwertigeres Produkt aus den anderen Kategorien zu kaufen. Gute Funkgeräte, sinnvolle Öfen zum heizen und kochen oder einfach etwas mehr Notnahrung bringen einen in einer Krise, die sich nicht um die Zombie-Apokalypse handelt, in den meisten Fällen deutlich weiter.

Habe ich irgendwas vergessen? Benötigt ihr weitere Informationen? Hinterlasst mir einfach einen Kommentar. ;-)

was mir persönlich wichtig ist: Seid ihr generell gegen Waffen oder seht ihr auch den praktischen Nutzen darin? Die Frage interessiert mich wirklich und ich würde mich freuen, wenn viele Antworten kämen. Vielleicht mache ich darüber ja mal eine Blogparade :D

 


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4 comments for “Waffen Krisenvorsorge Teil 6

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